RSS Feed von dentaltradehttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/rss.xml de-DEdentaltrade GmbHMon, 21 Aug 2017 01:56:20 +0200Mon, 21 Aug 2017 01:56:20 +0200TYPO3 CMSnews-2Tue, 02 Dec 2014 10:19:00 +0100dentaltrade in 3 Minutenhttp://www.youtube.com/watch?v=oornGuD1LEA?rel=0 news-164Mon, 26 Jun 2017 10:26:34 +0200Hellere Zähne auch ohne ätzende Peroxidehttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/hellere-zaehne-auch-ohne-aetzende-peroxide/ Für extreme Zahnaufhellungen um mehrere Farbtöne setzen Dentalpraxen kommerzielle Bleachingverfahren ein. Doch die aggressiven Peroxide in den Produkten sind umstritten. Wer mit kleineren Erfolgen zufrieden ist, erreicht dies auch auf sanfterem Weg.Auch wenn viele Unternehmen für Dentalkosmetik es immer wieder abwiegeln: Klassische Mittel zum Bleichen der Zähne bewirken mehr als nur eine Aufhellung der Zahnfarbe. In etlichen Studien wurde gezeigt, dass der Zahnschmelz seine Struktur verändert, die Mikrohärte abnimmt und die Oberfläche der Zähne rauer wird.

Bei falscher Anwendung kann es zu Reizungen des Zahnfleisches kommen, die Zähne werden bei manchen Anwendern sensibler und schmerzempfindlich. Zudem begibt sich jemand, der zu Bleachingprodukten greift, in einen Teufelskreis. Gebleichte Zähne sind anfälliger für erneute Verfärbungen, weitere Bleachingtermine können also bereits eingeplant werden.

Ursache für die unerwünschten Nebenwirkungen ist der hocheffiziente Wirkstoff, der gegen Flecken und Verdunkelungen eingesetzt wird: Das Peroxid. Carbamidperoxid oder Wasserstoffsuperoxid (H2O2) "sprengen" mit einem Sauerstoffradikal Farbstoffmoleküle auf. Doch dass Radikale durchaus schädlich sein können, hat sich bei den meisten Menschen mittlerweile rumgesprochen. Der Preis für ein blütenweißes Lächeln ist mit einem gewissen Maß an Zerstörung untrennbar verbunden.

Wer seine Zähne dennoch in einen helleren Schein tauchen möchte, kann dies auch mit wesentlich sanfteren Methoden machen. Zwar können diese Methoden nicht mit Ergebnissen von drei bis vier Farbstufen helleren Zähnen aufwarten, doch sollte auch niemand völlig künstlichen Vorbildern aus Hollywood nacheifern. Auf mehreren Wegen kann auch ohne ätzende Peroxide ein strahlendes Lächeln erzielt werden

Strahlend weiß durch optische Effekte

Hier haben es Frauen besonders leicht. Der richtige Lippenstift setzt einen perfekten Kontrast und schafft so die Illusion weißerer Zähne. Je nach Zahnfarbe sollte mit der Komplementärfarbe gearbeitet werden. Bei einem gelben Gebiss käme dann ein Blauton zum Einsatz. Wer diese Farbe für zu gewagt hält, kann zumindest zu kühleren Farbnuancen greifen. Dunkle Lippenstifte in Beerentönen sind ebenso geeignet, vermeiden sollte man Orange- und Gelbtöne.

Graue und bläuliche Zähne hingegen scheinen weißer, wenn warme Farbtöne die Lippen zieren. Rote Lippenstifte mit einem Stich Richtung orange, lachsfarbene Töne neutralisieren das Grau und werten die natürliche Zahnfarbe auf.

Gel zum Auftragen auf Zähne

In Drogeriemärkten erhältliche "Whitening Pens" arbeiten zum Teil mit Gels, die aufhellende Lichteffekte bewirken. Seit mehreren Jahren ist es laut einer EU-Verordnung verboten, die Stifte mit Peroxiden zu bestücken. Daher greifen einige Hersteller auf Inhaltsstoffe zurück, die allein durch ihre optischen Eigenschaften den Eindruck einer helleren Farbnuance vermitteln. Dies geschieht beispielsweise mit lichtreflektierenden Kristallen in dem Gel, das mit einem kleinen Pinsel auf die Zahnoberfläche aufgetragen wird.

Natürliche Aufheller

Einige Hausmittel schaffen es mit wenig aggressiven Inhaltsstoffen Verfärbungen verschwinden zu lassen. Leider gibt es kaum wissenschaftliche Arbeiten zu dem Thema, doch unzählige Selbstversuche in den sozialen Netzen scheinen zu belegen, dass zumindest leichte Aufhellungen der Zahnfarbe möglich sind. Großer Favorit der Internetgemeinde ist Kurkuma. Das südasiatische Gewürz färbt paradoxerweise viele Gewebe intensiv gelb. Eine selbstangerührte Zahnpasta aus Kokosöl, Kurkumapulver und Minzöl soll aber Wunder wirken und zu weißeren Zähnen führen. Wissenschaftlich bewiesen ist die antibakterielle Wirkung der Wurzel. Kariesfördernde Bakterien haben es zudem nach der Anwendung wesentlich schwerer, sich auf der Zahnoberfläche festzusetzen.

Auch der Gebrauch einer Paste aus Backpulver wird von vielen Do-it-yourself-Fans propagiert. Die basische Substanz ist durchaus in der Lage festsitzende Pigmente zu lösen. Außerdem bleiben viele Partikel des Backpulvers/Natron in kristalliner Form erhalten und schmirgeln so eine dünne Schicht des Zahnschmelzes ab. Auch die meisten "Raucherzahncremes" funktionieren auf diese Weise. Gelegentlich kann man so die Zähne aufhellen, doch ist von einem dauerhaften Zähneputzen mit derartigen Pasten abzuraten. Zu viel Schmelz geht dabei verloren, die Schicht kann vom Körper nicht neu gebildet werden. Das ist übrigens ebenfalls wenig zielführend: Je dünner die Schmelzschicht wird, desto mehr Zahnbein mit seiner natürlichen Gelbfärbung kommt zum Vorschein.

Einen ebenso schmirgelnden Effekt hat medizinische Aktivkohle. Das Pulver in Wasser angerührt kann zwischenzeitlich wie eine Zahncreme zum Zähneputzen verwendet werden. Die medizinische Kohle hat eine enorme Oberfläche und bindet so viele kleinste Farbrückstände auf dem Zahnschmelz. Der Aufhell-Effekt soll bemerkenswert sein, so dass auch kommerzielle Zahnpasten teilweise mit dem Zusatz versehen werden. Eine zu häufige Benutzung sollte jedoch vermieden werden, da auch wichtige Vitalstoffe von der Kohle gebunden werden können.

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news-163Fri, 26 May 2017 04:43:52 +0200Schlechte Erfolgsquotehttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/schlechte-erfolgsquote/ Der neueste Zahnreport der Barmer Krankenkasse bringt einen wenig erfreulichen Umstand der Parodontitis-Therapien ans Tageslicht: Bei mehr als einem Drittel der Patienten (150.000) konnte die zahnärztliche Behandlung einen Zahnverlust nicht mehr verhindern.Karies und Parodontitis sind die beiden Volkskrankheiten, die bei vielen Menschen zum Zahnverlust führen. Während Karies meist im oberen Zahnbereich zunächst den Zahnschmelz zerstört und dann in tiefere Bereiche des Zahns vordringt, beginnt Parodontis mit Zahnfleischentzündungen und arbeitet sich langsam vor zwischen Zahnbett und Zahnwurzel. Beide Erkrankungen werden durch Bakterien verursacht, wobei Parodontalerkrankungen eher bei älteren Menschen auftreten. Rechtzeitig erkannt, sind beide Infektionen zu stoppen - doch wie aus dem Barmer-Zahnreport 2017 hervorgeht, starten viele Patienten ihre Parodontitis-Therapie viel zu spät.

Die Erkrankungen des Zahnbetts sind tückisch: Viel zu lange gibt es bei den Patienten keinen hohen Leidensdruck. Nahezu schmerzfrei und unbemerkt können sich die Keime in der Tiefe auf Höhe der Zahnwurzel vermehren und immer größere Bereiche infizieren. Bei schweren Fällen können Entzündungen entstehen, die die Fläche eines kleineren Smartphonedisplays erreichen. Der Zahnarzt hat die Möglichkeit eine Parodontitis zu behandeln; doch damit die Therapie erfolgreich verläuft müsste der Patient rechtzeitig mit der Behandlung beginnen.

Die neuesten Zahlen der Barmer Ersatzkasse zeigen eine alarmierende Situation auf: Trotz Behandlung der Parodontitis verliert jeder dritte Erkrankte innerhalb von vier Jahren Zähne. In Deutschland waren somit zwischen 2012 und 2015 fast 150.000 Menschen von diesem Schicksal betroffen. Werden erst in einem späten Stadium der Erkrankung Maßnahmen ergriffen, sinken die Chancen, die Schäden am Zahnhalteapparat zu begrenzen und wieder einen stabilen Zustand herbeizuführen. Auch die Nachsorge muss konsequent erfolgen: Das Risiko erneuter Entzündungen bleibt weiter groß.

Laut der aktuellen Mundgesundheitsstudie leiden mindestens zehn Millionen Menschen hierzulande an einer Parodontitis. Nur rund 50 Prozent der bei der Barmer Krankenkasse Versicherten ließen sich in einem Zeitraum von zwei Jahren auf eine Parodontalerkrankung untersuchen, geht aus dem Zahnreport hervor. Somit ergibt sich eine erschreckend hohe Zahl an Patienten, die erst zu spät von ihrer Problematik erfahren. Experten empfehlen mindestens einen jährlichen Routinecheck, wie es um den Zustand des Gebisses bestellt ist.

Besonders gefährlich wird es für Menschen mit einer Diabetes. Die Parodontitis-Behandlung zeigt bei diesen Patienten deutlich weniger Erfolge als bei Gesunden; das Risiko Zähne zu verlieren, ist gleich doppelt so hoch. Jeder Diabetiker sollte sich darüber im Klaren sein und entsprechend häufiger zahnärztliche Kontrolluntersuchungen in Anspruch nehmen.

Mindestens genauso wichtig wie regelmäßige Kontrollen sind nicht nur für Diabetiker angemessene Zahnhygienemaßnahmen. Genau wie bei der Karies sind es die Zahnbeläge, die Keimen ein ideales Milieu zur Vermehrung bieten. Wenn durch effizientes Zähneputzen schädlichen Bakterien die Lebensgrundlage entzogen wird, sinkt auch die Wahrscheinlichkeit für eine Parodontalerkrankung. Eine gute Vorsorge ist also der beste Schutz dafür, bis ins hohe Alter die eigenen Zähne behalten zu können.

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news-162Sat, 11 Mar 2017 03:18:30 +0100Gefährlicher Do-it-yourself-Trendhttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/gefaehrlicher-do-it-yourself-trend/ Mit schiefen Zähnen lächelt mancher nur halb so offenherzig: Ein makelloses Gebiss gibt Selbstvertrauen und eine sympathische Ausstrahlung. Doch statt zum Kieferorthopäden zu gehen, versuchen sich einige Patienten selbst an einer Gebisskorrektur.Von Natur aus gerade Zähne in perfekter Symmetrie und Ausrichtung besitzen nur wenige Menschen. Oft muss ein Kieferorthopäde mit Spangen und Schienen das Gebiss in Stellung bringen - was für manche Patienten zu einer unangenehmen finanziellen Belastung wird.

Ein Trend, der vor allem in den USA weit verbreitet ist, scheint einen Ausweg aus der Kostenfalle zu bieten: Im Do-it-yourself-Verfahren greifen besonders junge Mädchen zu kleinen Gummibändern und anderen Hilfsmitteln, um Zahnfehlstellungen zu korrigieren. Auf Video-Plattformen wie YouTube tauschen Betroffene Erfahrungen aus und feiern ihre Erfolge.

Laut der US-Kieferorthopäden-Organisation American Association of Orthodontists (AAO) hat bereits mehr als jeder zehnte Patient, der eine Praxis betritt, bereits zuvor selbst Hand an seine Zähne angelegt. Die Fachzahnärzte beobachten diesen Trend mit großer Sorge: Selbstgebastelte Klammern und Spangen können zum Teil irreversible Schäden am Gebiss anrichten.

Die wagemutigen Hobby-Kieferorthopäden gehen mit viel Kreativität an ihr Werk. Als Klammermaterial dient ihnen neben Gummiringen auch Zahnseide, Angelschnur oder Büroklammern. Wie man mit diesen Hilfsmitteln angeblich zu einem schöneren Gebiss kommt, wird in Erklärvideos detailliert vorgeführt; die Clips verbreiten sich schnell über die sozialen Netzwerke.

Der Präsident der AAO, DeWayne B. McCamish, erklärte gegenüber dem US-Sender ABC, dass Patienten häufig nach erfolglosen Selbstversuchen professionelle Hilfe suchen. Doch dann sei es meist zu spät, und nicht selten gibt es für einzelne Zähne keine Rettung mehr. Für den Betroffenen hat dies nicht nur ästhetische Folgen. Ein adäquater Zahnersatz ist in der Regel mit weiteren immensen Kosten verbunden.

Die Komplikationen mit Do-it-yourself-Behandlungen sind zahlreich und können in kürzester Zeit großen Schaden anrichten. Gummibänder rutschen teilweise über Nacht zwischen Zahnfleisch und Zahn und zerstören dort die empfindliche Verbindung von Zahnoberfläche und Zahnfleischtasche.

Eine erfolgversprechende Korrektur von Zahnfehlstellungen können nur langjährig ausgebildete Kieferorthopäden vornehmen. Jede Form von Selbsthilfe ist hier völlig unangebracht - und endet oft schmerzhaft und mit langfristigen Problemen.

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news-161Mon, 20 Feb 2017 04:19:22 +0100Stammzellen statt Kunststoffhttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/stammzellen-statt-kunststoff/ Eine Londoner Arbeitsgruppe hat an Mäusen vielversprechende Experimente angestellt: Ein Medikament, das eigentlich für neurologische Erkrankungen entwickelt wurde, stimuliert auch Stammzellen im Zahnmark.Auch wenn in den vergangenen Jahren die Zahl der Kariesfälle zurückgegangen ist: Zahnärzte haben immer noch alle Hände voll zu tun, geschädigte Zähne aufzubohren und mit einem Füllmaterial wie Amalgam oder Kunststoff zu reparieren. Nach wie vor fressen die sauren Stoffwechselprodukte von Bakterien tiefe Löcher in die Zahnsubstanz, wenn den Keimen genügend Zucker zur Verfügung steht.

Möglicherweise können Kunststoff und die giftige Quecksilberlegierung bald einem smarten Ersatz weichen: Mit einer neuen Methode könnten sich die Löcher künftig über die Selbstheilungskräfte des Körpers von selbst schließen. Denn im Zahnmark befinden sich etliche Stammzellen, die nach Aktivierung verloren gegangene Zahnsubstanz ersetzen können.

Eine Arbeitsgruppe am Londoner King’s College hat dazu mehrere Stoffe getestet, unter denen auch ein potentielles Alzheimermittel ist. Das Medikament mit dem Namen Tideglusib befindet sich als Therapeutikum in der Neurologie aktuell bereits in der klinischen Testphase. Bei der Stoffklasse handelt es sich um so genannte Inhibitoren der Glykogensynthase-Kinase 3 (GSK-3).

Die Stoffe zeigten im Tiermodell vielversprechende Wirkungen: Sie stimulierten die Stammzellen und konnten so auch größere Defekte in Mäusezähnen wieder schließen. Im Versuch wurden die Substanzen mit einem Kollagenschwämmchen in die Löcher eingebracht. Diese sind biologisch abbaubar.

In einer Pressemitteilung der Universität erklärte einer der Wissenschaftler: „Die Einfachheit unseres Ansatzes ist ideal, um eine natürliche Behandlungsmethode für große Löcher anzubieten. Mit dem Dentalprodukt kann das Zahnmark geschützt und das Zahnbein wiederhergestellt werden.“

Die Wissenschaftler sind zuversichtlich, dass die Entwicklung der Therapiemethode schnell Einzug in die Zahnarztpraxen finden könnte. Denn sowohl die Kollagenschwämmchen sind bereits klinisch geprüft als auch Tideglusib ist auf dem besten Weg zur Marktreife.

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news-160Mon, 17 Oct 2016 05:07:24 +0200Halbseidene Enthüllung: Der Sturm im Zahnputzglashttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/halbseidene-enthuellung-der-sturm-im-zahnputzglas/ Im Sommer warf ein US-Journalist die Frage auf, ob die Benutzung von Zahnseide nicht vollkommen sinnlos sein könnte. Das Medienecho war riesig, die Fachorganisationen bemühten sich um Schadensbegrenzung.Vor gut vier Jahren veröffentlichte die Uni Witten/Herdecke eine niederschmetternde Studie: Nur etwa jeder zehnte Deutsche benutzt Zahnseide, von empfohlenen 180 Metern des dünnen Fadens bringt es der Durchschnittsbürger auf gerade einmal 1,5 Meter im Jahr.

Das schlechte Gewissen der Zahnpflegemuffel dürfte im Sommer kurzzeitig gewichen sein, als eine Meldung der Nachrichtenagentur AP (Associated Press) über fehlende Beweise für den Nutzen von Zahnseide die Runde machte. Ein renommierter Reporter der Agentur feierte seinen vermeintlichen Erfolg, eine scheinbar sinnlose Empfehlung der US-Behörden aufgedeckt und eliminiert zu haben.

Anfang August griffen fast alle wichtigen Medien den Bericht auf und die Zahnmediziner mussten sich der Frage stellen, ob die Benutzung von Zahnseide als Empfehlung an die Patienten gerechtfertigt ist. Doch was hatte der Journalist Jeff Donn genau herausgefunden? 

Auf einen Hinweis eines Kieferorthopäden hatte er sich die Studienlage zu den Effekten regelmäßigen Fädelns angeschaut - und wenig belastbare Ergebnisse gefunden. Eine Anfrage an die staatlichen Behörden blieb lange unbeantwortet. Doch dann veröffentlichte die US-Gesundheitsbehörde neue Ernährungsrichtlinien für die US-Bürger und empfahl darin nicht mehr wie in der alten Ausgabe die Nutzung von Zahnseide. Wenig später erhielt Donn einen Brief, in dem die unzureichende Datenlage über die positive Wirkung des Fädelns bestätigt wurde.

Was der Reporter als Triumph verbucht, ist jedoch keineswegs ein großes Umdenken in der US-Gesundheitspolitik. Die Ernährungsrichtlinien (Dietary Guidelines for Americans) werden alle fünf Jahre komplett überarbeitet und haben fast einen populärwissenschaftlichen Charakter. Das Thema Zahnpflege ist in der neuesten Fassung komplett gestrichen worden. Auch die Wirkung von Fluorid ist somit ausgeklammert worden.

Was bleibt, ist das Zugeständnis, dass die Wissenschaft bislang nach den strengen Kriterien der evidenzbasierten Medizin zu der Debatte um Zahnseide wenig beisteuern kann. Allerdings muss sich auch jeder fragen, ob er wegen einer unsicheren Datenlage bei Regen den Schirm lieber zu Hause lassen würde.

Die Fakten bei der Entstehung von Karies und Parodontitis liegen auf der Hand: Im Biofilm auf den Zähnen leben etliche schädliche Keime, die mit Säuren und Stoffwechselprodukten die Zahnhartsubstanz und das Zahnfleisch angreifen können. Eine regelmäßige Entfernung der Beläge trägt somit zu einem Schutz vor Zahnerkrankungen bei. Die Zahnbürste allein erreicht jedoch meist nur etwa 70 Prozent der Zahnoberflächen. Die Zahnzwischenräume werden leicht zur Brutstätte verschiedener Bakterienarten.

Ob allerdings Zahnseide durch andere Hilfsmittel ersetzt werden kann, muss noch intensiver untersucht werden. Interdentalbürstchen mögen vielen Verbrauchern als angenehme Alternative zur unhandlichen Seide bereits vertraut sein. Und auch Mundspüllösungen scheinen eine beachtliche Wirkung zu haben: Wie Prof. Stefan Zimmer, Leiter der Zahnerhaltung und Präventiven Zahnmedizin an der Uni Witten/Herdecke, schon vor zehn Jahren erforscht hat, können bestimmte Spülungen sogar mehr Plaque entfernen als Zahnseide.

Dem großen Wirbel, den der Bericht von Jeff Donn gemacht hatte, versuchten die Gesundheitsorganisationen entgegenzuwirken: Sowohl die ADA (American Dental Association) als auch die Bundeszahnärztekammer reagierten sofort mit einordnenden Stellungnahmen. Der Praxisalltag habe gezeigt, wie wichtig auch die Zahnzwischenraumpflege sei. Patienten sollten sich von ihren Zahnärzten die richtige Technik erklären lassen und nicht allein auf die Zahnbürste vertrauen.

Bis sich endlich die wissenschaftlichen Belege für den Nutzen von Zahnseide gefunden haben, könnten noch ein paar Jahre verstreichen. Schließlich müssten dazu Patienten für eine sehr lange Zeitspanne beobachtet werden. Doch Hoffnung naht: In der Dunedin-Studie in Neuseeland werden mehr als 1000 Menschen, die in den 1970er Jahren geboren sind, lebenslang begleitet und untersucht. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis die Zweifler wohl verstummen müssen.

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news-159Tue, 14 Jun 2016 12:10:00 +0200Pressemitteilung: Dentaltrade stellt sich verstärkt auf! https://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/pressemitteilung-dentaltrade-stellt-sich-verstaerkt-auf/ Bremen, 14.06.2016; Seit 08 Juni 2016 verstärken Marco Muschalik und Nils Grave die Geschäftsführung der dentaltrade GmbH und leiten damit gemeinsam mit Müşerref Stöckemann die Geschicke des Unternehmens. Nils Grave verantwortet bereits seit Januar 2016 die Bereiche Finanzen, Controlling, Rechnungswesen, IT, Logistik und Personal und Marco Muschalik seit März 2016 die Bereiche Technik, Marketing und Vertrieb.

Nils Grave ist seit über 10 Jahren in der internationalen Medizintechnik-Branche tätig und bringt umfangreiche Erfahrungen im Aufbau und in der Leitung von internationalen Gesellschaften und Teams mit. Zuletzt leitete der in Bremen geborene Kaufmann als Geschäftsführer und CFO die Schweizer Holding der Silony Medical International AG, einem international aufgestellten Hersteller von Wirbelsäulen- und Hüftimplantaten und Instrumenten. https://www.xing.com/profile/Nils_Grave

Er bringt wertvolles Know-how aus dem Bereich der Führung international agierender Medizinproduktunternehmen mit. Grave freut sich darauf für die Kunden, zusammen mit den Kollegen, Partnern und den Kunden, ganzheitliche Lösungen für eine respektvolle und für alle Seiten erfolgreiche Partnerschaft zu etablieren.

 

Marco Muschalik, kann als Zahntechnikmeister aus Norddeutschland aus einem 30 jährigen Erfahrungsschatz in der Zahntechnik schöpfen. Unter anderem in den letzten Jahren als Geschäftsführer bei einem Wettbewerber. https://www.xing.com/profile/Marco_Muschalik

Seine einschlägigen Erfahrungen sind ein großer Mehrwert für dentaltrade und für die Kunden. Muschalik sagt: „Ich freue mich darauf gemeinsam mit meinen Kollegen der dentaltrade GmbH neue, große Herausforderungen anzugehen und zukunftsweisende Ideen mit und für unsere Kunden umzusetzen. Dem Standort Bremen gegenüber fühle ich mich als gebürtiger Delmenhorster eng verbunden und bin sehr motiviert, die Erfolgsgeschichte des Unternehmens ebenso erfolgreich in der Zukunft fortzuschreiben und mitzugestalten.

 

Gemeinsam mit Müserref Stöckemann werden Nils Grave und Marco Muschalik ihre mehrjährige Berufs- und Branchenerfahrung dazu nutzen, zugunsten heutiger und zukünftiger Kunden, die Produkte und Dienstleitungen der erfolgreichen Unternehmensgruppe inkl. der ausländischen Produktionsstandorte nachhaltig und zukunftsorientiert am nationalen und internationalen Markt zu positionieren.

 

Kontakt
dentaltrade GmbH
Grazer Straße 8
28359 Bremen
Tel.: +49-421-247 147-70
Fax: +49-421-247 147-9
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news-158Fri, 10 Jun 2016 12:07:00 +0200Pressemitteilung: Erfolgreiche Rezertifizierung der dentaltrade GmbH mit TÜV ISO 13485https://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/pressemitteilung-erfolgreiche-rezertifizierung-der-dentaltrade-gmbh-mit-tuev-iso-13485/ Bremen, 10.06.2016 Bei der Qualität geht dentaltrade weiterhin auf Nummer Sicher!

Als Vorreiter der Branche ist dentaltrade bereits seit 2010 freiwillig vom deutschen TÜV nach den hohen Anforderungen der DIN EN ISO 13485 zertifiziert. Im Rahmen der Rezertifizierung Ende Mai 2016 wurde unser umfassendes Managementsystem erneut geprüft und wie in den vorangegangenen Jahren positiv von den Auditoren des TÜV bewertet. Mit dieser selbstauferlegten Überprüfung bestätigt erneut eine offizielle Seite das Vertrauen, das unsere Kunden uns mit jedem einzelnen Auftrag entgegenbringen. Die Zertifizierung verstehen wir somit als unerlässlichen Beitrag zur Erhaltung der Qualitätsstandards unserer Medizinprodukte.

Qualität mit Brief und Siegel

Während die ISO 9001 lediglich die Mindestanforderungen an eine Organisation bzw. ein Unternehmen für  ein Qualitätsmanagementsystem (QM-System) und dessen stetige Verbesserung festlegt,  bestätigt die ISO 13485  die Sicherheit und Wirksamkeit der eingeführten Prozesse zur Erfüllung der hohen Qualitätsanforderungen des Medizinproduktes selbst.

 

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news-157Thu, 28 Apr 2016 11:59:00 +0200Pressemitteilung: Erfolgreicher Start beim dentaltrade Akademischen Forum 2016https://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/pressemitteilung-erfolgreicher-start-beim-dentaltrade-akademischen-forum-2016/ Mit dem Thema: „In 7 Schritten zu mehr Wunschpatienten!“

Bremen, 28.04.2016 Hans-Philipp Brunnert, Experte für systemische Organisationsberatung und Coach u.a. für Praxismanagement, steht vor den Seminarteilnehmern des dentaltrade Akademisches Forum in Fürth und in Leipzig und sagt: „Jeder bekommt die Patienten, die man (sich) verdient.“ Ja eine kleine Provokation aber nicht ganz unwahr, denn vieles kann in der Kommunikation zwischen Menschen, also zwischen Zahnarztpraxis und Patienten optimiert werden. Das sehen auch die bisherigen Teilnehmer so. So ist das Feedback der Teilnehmer einheitlich positiv: Das Seminar ist sehr praxisnah und alle Anwesenden würden das Seminar Ihren Kollegen und Kolleginnen weiterempfehlen. Somit wurde bei dentaltrade wieder einmal ein Thema aufgegriffen, was den „Puls der Zeit“ trifft. „Wir freuen uns natürlich über das durchweg positive Feedback und fühlen uns darin bestärkt an unserem Weg, hochkarätige Fortbildungen anzubieten die zu uns und unseren Kunden passen, festzuhalten. Die noch vor uns liegenden Termine werden sicherlich das gleiche Feedback ergeben, das war schließlich erst der Auftakt.“, so Thomas Wahl, Geschäftsleitung Vertrieb bei dentaltrade. Mit dem Akademischen Forum hat dentaltrade eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die bereits zum dritten Mal deutschlandweit stattfindet.

Zwei Termine nutzten Zahnärztinnen und Zahnärzte bisher, um vom Experten Herrn Brunnert Methoden und Tools zu erlernen, die eine Praxis optimal auszurichten, Wunschpatienten zu definieren und die eigene Ansprache zu optimieren. Weitere sechs Termine für das Seminar „In 7 Schritten zu mehr Wunschpatienten!“ finden Sie auf www.dentaltrade.de im Zahnarztportal oder direkt http://dentaltra.de/nq. Restplätze sind noch vorhanden, aber es heißt natürlich schnell sein.

 

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news-156Fri, 18 Mar 2016 04:14:28 +0100Virtuelle Zahnbürstehttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/virtuelle-zahnbuerste/ Zahnbeläge beseitigen, Zahnschmelz schonen - das ist der Auftrag der Abteilungen "Forschung und Entwicklung" in den großen Dentalunternehmen. Brauchten die Wissenschaftler früher lange Testreihen, um sich einem guten Produkt zu nähern, kürzen künftig Computersimulationen diesen Prozess ab.Um sich wirksam gegen Karies zu schützen, hilft bislang weiterhin nur eines: Das regelmäßige Putzen der Zähne mit Zahnpasta und Bürste. Das ist den meisten Verbrauchern durchaus klar, doch vor dem Supermarktregal stellt sich häufig Verwirrung ein. Ein unübersichtliches Angebot an Zahnbürsten und Zahncremes verspricht beste Reinigungseffekte, unterschiedlichste Extras und Innovationen sollen Produkte von der Konkurrenz abheben.

Raucherzahnpasten sollen für hellere Zähne sorgen, feine Zusatzborsten auch Zahnbeläge in den entlegensten Winkeln entfernen. Werden Kunden hier nur systematisch hinters Licht geführt oder steckt mehr hinter dem Werbegetöse? Tatsächlich betreibt die Dentalindustrie viel Aufwand, um den Nutzen der vertriebenen Produkte stetig zu optimieren. Und ohne Frage sind moderne Pflegemittel wesentlich effizienter als einfache Stockkonstruktionen, mit denen sich unsere Vorfahren den Plaque von den Zahnoberflächen gerieben haben.

Die bestimmenden Faktoren für einen gutes Putzergebnis sind zahlreicher als es auf den ersten Blick scheint. Borsten an der Bürste können unterschiedlich lang, flexibel oder geformt sein. Noch mehr Variationsmöglichkeiten haben Hersteller bei der Rezeptur von Zahnpasten. Neben den Inhaltsstoffen spielen hier vor allen Dingen die kleinen Schmirgelpartikel eine große Rolle, die sich in Menge, Härte und Form unterscheiden können. Es gilt, eine optimale Mischung zu finden, die Beläge von den Oberflächen entfernt ohne den Zahnschmelz irreversibel zu zerstören.

Bislang wurden Neuentwicklungen zunächst aufwändig an realen Modellen in den Forschungslaboren der Dentalindustrie getestet. Kam es nach einem Putzvorgang beispielsweise zu übermäßigem Substanzverlust am Zahnschmelz, musste mühselig nach der Ursache gesucht werden. War das Partikelmaterial zu hart, die Form zu kantig oder gab es ganz andere Gründe? Der Weg zu einem zufriedenstellenden Produkt war langwierig und zudem kostenintensiv.

Aus der IT-Branche wird den Entwicklern nun ein hilfreiches Werkzeug an die Hand gegeben: Eine Simulationssoftware kann ziemlich genau voraussagen, welche Veränderungen an Zahnpastarezeptur und Materialauswahl bei der Bürste den Putzerfolg maximieren. Noch bevor im Labor neue Substanzmischungen angesetzt und ausprobiert werden, können am Rechner die Abläufe beim Zähneputzen digital durchgespielt werden.

Am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg haben Programmierer die Software SimPARTIX entwickelt. In der Simulation lassen sich alle wichtigen Parameter von der Größe der Zahnputzpartikel bis zur Elastizität der Zahnbürstenfilamente beliebig verändern. Das Zusammenwirken von Partikeln und Borsten wird mit speziell angepassten Algorithmen errechnet, am Ende bekommen die Softwarenutzer Informationen über Reinigungseffizienz und den Zustand des Zahnschmelzes.

An einem Fraunhofer-Institut in Halle sowie einem weiteren Institut in Karlsruhe wurde das neue System auf die Probe gestellt. In einem Modell mit künstlichem Zahnschmelz und einem beweglichen Bürstenfilament wurde der Effekt einer speziellen Zahnpastamischung überprüft. Der Vergleich mit der Computersimulation überzeugte: Die beobachteten Resultate stimmten präzise mit den Voraussagen des Programms überein.  

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news-155Fri, 26 Feb 2016 06:10:10 +0100Ein buntes Wäldchen auf den Zähnenhttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/ein-buntes-waeldchen-auf-den-zaehnen/ Die meisten Bakterien im Biofilm auf menschlichen Zähnen sind bekannt - doch wie leben die unterschiedlichen Arten zusammen? Wissenschaftlern ist es nun erstmals gelungen, mehr als ein Dutzend verschiedener Mikroben gleichzeitig mit Fluoreszenzfarben zu markieren.Beläge auf den Zähnen wachsen innerhalb weniger Stunden, nur regelmäßiges Zähneputzen schützt vor Karies und Mundgeruch. Doch Plaque ist viel mehr als nur eine schleimige Schicht zufällig zusammenlebender Mikroben: Ein hochkomplexes Ökosystem mit unterschiedlichsten Kleinstlebewesen organisiert sich in dem Biofilm. Seit einigen Jahren hat das Wissen um die verschiedenen Arten und Stämme dank genetischer Analysen ein hohes Niveau erreicht.

Doch wie sich das Zusammenleben der Bakterien genau gestaltet, ist weitgehend unbekannt. Neue Anfärbetechniken mit Fluoreszenzmarkern und hochauflösende Mikroskopaufnahmen haben Forschern jetzt ungeahnte Einblicke in die Welt der Mundflora verschafft. Zum ersten Mal ist es Wissenschaftlern vom Marine Biological Labaratory in Massachusetts und dem Forsyth Institute in Cambridge (USA) gelungen, eine größere Anzahl verschiedener Bakterien gleichzeitig darzustellen. Es ergibt sich ein faszinierendes Bild, das die räumliche Verteilung der Arten akkurat aufzeigt.

Hatte man bislang lediglich eine lange Liste mit Namen von Bakterien, nähert man sich jetzt langsam auch den funktionellen Vorgängen der Lebensgemeinschaften. Wer steht in Verbindung zu wem, wo sind Kontaktpunkte, welche Zonen lassen sich ausmachen. Gegenseitige Abhängigkeiten können genauso beobachtet werden wie der Bezug zum menschlichen Körper. Nicht zuletzt wird dies auch das Verständnis über krankmachende Prozesse verbessern.

Im Zahnbelag entdeckten die Forscher igelartige Konglomerate aus neun verschiedenen Bakterien. Dabei bildeten Corynebakterien an einem Ansatzpunkt radial lange Fäden, an deren Enden sich Streptokokken wie eine Baumkrone formierten. Darunter finden sich Leptotrichien und Fusobakterien, die ein sauerstoffarmes Milieu bevorzugen.

Einer der Studienautoren, Mark Welch, betont die Relevanz der Erkenntnis dieser räumlichen Strukturen. Je nachdem, welchen Nachbarn die Mikroben vorfinden, ändert sich auch der Cocktail chemischer Substanzen und Metabolite, die sie abgeben. Mithilfe von DNA-Sequenzierungen hat die Arbeitsgruppe nun auch ein Modell erstellt, wie sich Plaque auf dem Zahn aufbauen könnte.

Vom Organisationsgrad der Strukturen waren die Forscher überrascht. Da von insgesamt 22 Probanden Plaqueabstriche untersucht wurden, konnten auch Vergleiche zwischen verschiedenen Individuen angestellt werden. Erstaunlicherweise scheint es bei der räumlichen Anordnung der Mikrometer großen Bakteriengemeinschaften wiederkehrende typische Muster zu geben.

Für die Arbeitsgruppe ist die Darstellung des Zahnbelags nur ein erster Schritt. Die Erforschung des menschlichen Mikrobioms gewinnt immer mehr an Bedeutung, so dass in künftigen Projekten auch Bakteriengesellschaften im Darm oder auf der Haut mit den neuen Techniken untersucht werden sollen. 

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news-154Thu, 04 Feb 2016 17:30:53 +0100dentaltrade akademisches Forumhttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/dentaltrade-akademisches-forum-3/ Es dauert nicht mehr lange und das dentaltrade akademische Forum startet in die dritte Runde. Seien Sie mit dabei und steigern Sie Ihren Praxiserfolg nachhaltig.
    
Besonders freut uns, dass wir den Top-Referenten Hans-Philipp Brunnert gewinnen konnten. ImVortrag erfahren Sie, wie Sie in sieben Schritten zu mehr Wunschpatienten kommen.

Referent

Herr Brunnert ist bereits seit 25 Jahren Trainer und Berater. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und bezeichnet sich selbst gern als "Quiddje". In seinen fünf Jahren als Praxismanager hat er viel gesehen und erlebt. Auf Gundlage seiner Erfahrungen und fortwährenden Weiterbildungen in den Bereichen Coaching und Kommunikation hat er dieses praxisnahe Seminar entwickelt. Er war unter anderem schon für Voco, DMG, Credit Suisse, DAK u.v.m. tätig.

Seminarinhalt

In diesem Praxistraining lernen Sie den Prozess kennen, wie sie systematisch und konsequent vorgehen können, um Ihre Praxis unter Berücksichtigung der spezifischen Umfeld- und Rahmenbedingungen für Sie optimal auszurichten und zu gestalten. Sie wissen, mit welchen Methoden und Tools Sie für sich in diesem Prozess Klarheit und Transparenz herstellen können, um ihre Sicherheit zu erhöhen, die richtigen Dinge zu tun. Sie lernen Instrumente kennen, wie Sie Ihre Wunschpatienten definieren und dann effektive Filter einsetzen können, um die Ansprache Ihrer Wunschpatienten zu optimieren. Sie wissen, wie sie Patienten, die nicht Wunschpatienten sind, freundlich und verbindlich „Absagen“ erteilen können.

Das Seminar wird mit 5 Fortbildungspunkten akkreditiert und kostet nur 69,00 EUR pro Person.


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news-152Tue, 26 Jan 2016 05:01:49 +0100Strom statt Betäubungsspritzehttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/strom-statt-betaeubungsspritze/ Bevor beim Zahnarzt der Bohrer zum Einsatz kommt, greifen die meisten Behandler fast schon selbstverständlich zur Spritze. Niemand will einen jammernden Patienten auf dem Stuhl versorgen. Eine neue Technik könnte bald auch die unangenehme Injektion überflüssig machen.Viele Menschen fürchten beim Zahnarztbesuch nicht nur den Bohrer: Auch die Betäubungsspritze treibt manchem den Angstschweiß auf die Stirn. Doch dank einer neuen Methode könnten die Injektionen bald Geschichte sein. Brasilianische Forscher haben eine Technik entwickelt, die mithilfe minimaler schmerzfreier Stromstöße den Zahn betäubt. Notwendig sind dazu lediglich konventionelle Lokalanästhetika, die als Gel, Salbe oder Spray auf die zu versorgende Stelle aufgebracht werden. Im Tierversuch konnte das Forscherteam bereits eine schnelle und langanhaltende Wirkung beobachten.

Die untersuchten Lokalanästhetika kommen bereits jetzt regelmäßig zum Einsatz, um den Schmerz beim Setzen der Betäubungsspritze zu minimieren. Sie enthalten meist Lidocain oder Prilocain. Die Wissenschaftler der Universität von São Paulo legten ein schwaches elektrisches Feld im Maul eines Schweines an und zeigten eine erhöhte Wirksamkeit der anästhesierenden Gele und Salben.

Um die Effizienz der Betäubungsmethode zu steigern, änderten die Autoren der Studie ein wenig die gängige Anwendungsweise der Schmerzmittel. Die Salbe wurde mit einem zusätzlichen Polymer versetzt, das eine besonders feste Haftung an der Mundschleimhaut bewirkte. Danach wurden die Wirkstoffe Prilocainhydrochlorid und Lidocainhydrochlorid zugegeben, bevor der elektrische Strom die Betäubung beschleunigte und verstärkte. Das auch als Iontophorese bekannte Verfahren bringt geladene Teilchen in Bewegung - und soll in diesem Fall das Eindringen der Medikamente in die Mundschleimhaut gesteigert haben. Während eines der Mittel sich in der Schleimhaut schnell anreicherte, wurde das andere zwölffach besser aufgenommen und weitertransportiert.

Im nächsten Schritt sollen jetzt präklinische Tests auch an Menschen vorgenommen werden. Die Forscher sehen den Nutzen ihrer Entwicklung nicht nur darin, dass Patienten künftig ihrem Zahnarzttermin entspannter entgegensehen können. Ohne Betäubungsspritze sinkt das Risiko für Infektionen, Verletzungen und auch die Kosten dürften niedriger ausfallen. Das alternative Anästhesieverfahren könnte insgesamt die Zahnarztbehandlung sicherer machen.

Nicht nur in der Zahnmedizin sehen die Studienautoren Einsatzmöglichkeiten. Auch bei Krebsbehandlungen wäre eine Anwendung denkbar. Die Forscher suchen seit Jahren auch zur Bekämpfung von Augen- und Hautkrankheiten Therapieverfahren, mit denen Medikamente bestmöglich den betroffenen Geweben zugeführt werden können. Mittels Nanotechnologie, Iontophorese oder Sonophorese (Applikation mithilfe von Schallwellen) sollen erkrankte Zellverbände optimal mit heilenden Substanzen in Kontakt kommen.

Dass Strom bei der Zahnarztbehandlung durchaus hilfreich sein kann, bewies bereits vor etwa zwei Jahren eine Arbeitsgruppe des Londoner King's College. Dort zeigten die Wissenschaftler, wie ein Mineralstoffverlust im Zahnschmelz wieder rückgängig gemacht werden kann. Mit geringen Strompulsen ließen sich Calcium, Phosphat und weitere wichtige Mineralstoffe in die Zahnsubstanz zurückbefördern. Eine kommerzielle Umsetzung der Entdeckung steht allerdings noch aus.

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news-151Mon, 07 Dec 2015 04:08:12 +0100Die Angst vor dem Zahnarzt überwindenhttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/die-angst-vor-dem-zahnarzt-ueberwinden/ Wenn die Angst vor dem Zahnarztbesuch übergroß ist, neigen viele Menschen zum Verdrängen der wichtigen Kontrolluntersuchungen. Eine Mini-Psychotherapie kann laut einer neuen Studie in kurzer Zeit Abhilfe schaffen.Für viele Menschen ist es ein real existierender Albtraum: Der Weg zum Zahnarzt ist nicht bloß eine lästige Pflichtübung, sondern versetzt sie in Angst und Schrecken. Die Spritze zur Lokalanästhesie oder das Geräusch des Bohrers lässt ihnen die Haare zu Berge stehen. Derartige Ängste führen schnell in einen Teufelskreis: Der Kontrolltermin wird jahrelang verschoben, wodurch Karies oder andere Zahnerkrankungen ein schlimmes Ausmaß annehmen können. Wenn der Schmerz dann keinen anderen Ausweg als den Besuch der Praxis zulässt, ist die Behandlung meist tatsächlich äußerst unangenehm.

Eine Umfrage in Großbritannien ergab, dass mehr als jeder Zehnte von dieser großen Furcht geplagt wird. Häufiger betroffen sind Frauen und Menschen mit einem niedrigen Einkommen. Wenn sich kleine Befürchtungen zu einer echten Dentalphobie auswachsen, bedeutet dies in der Regel auch einen Verlust an Lebensqualität. Zahnschäden verschlechtern nicht nur den gesundheitlichen Allgemeinzustand, sondern wirken sich auch auf das Sozialverhalten und das Selbstbewusstsein aus.

Eine Arbeitsgruppe vom King's College in London hat jetzt untersucht, wie Angstpatienten mit psychologischer Unterstützung geholfen werden kann. Die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie (CBT) soll Betroffene in einen mentalen Zustand bringen, der die Zeit vor und auf dem Zahnarztstuhl erträglich macht. Die neue Studie zeigt, dass durch die Maßnahme der Zahnarzttermin auch ohne Beruhigungsmittel wahrgenommen werden kann.

In ungefähr sechs bis zehn Sitzungen konnten die Studienautoren bei den Patienten mit der Kurzzeittherapie beachtliche Erfolge erzielen. Von 130 untersuchten Teilnehmern zeigten drei Viertel eine klare diagnostizierte Dentalphobie, der Rest hatte Ängste vor einem spezifischen Aspekt des Zahnarztbesuchs. Fast alle Patienten (94 Prozent) beklagten Auswirkungen auf ihr Alltagsleben durch den mangelhaften Zustand ihrer Mundgesundheit. Unter den Patienten litt mehr als ein Drittel (37 Prozent) auch unter einer allgemeinen Angststörung, 12 Prozent hatten eine Depression und ebenso viele plagten Selbstmordgedanken.

Im Schnitt reichten fünf Termine bei den psychologisch ausgebildeten Therapeuten, um ohne sedierende Medikamente zum Zahnarzt gehen zu können. In den Sitzungen setzten sich die Betroffenen klare Ziele, identifizierten ihre Ängste und bekämpften die Phobien mit Verhaltens- und Mentalübungen. Dabei unterstützten den Prozess Atemtechniken, Muskelentspannungsübungen sowie eine graduelle Gewöhnung an die furchteinflößenden Szenarien.

Nahezu vier Fünftel (79 Prozent) der Studienteilnehmer konnten nach der Therapie ohne Sedierung zahnärztlich behandelt werden. Die CBT ist demnach ein wirksames Mittel, Phobikern auch ohne Medikamente einen Zahnarztbesuch zu ermöglichen. Da ein kleiner Anteil der Angstpatienten jedoch anscheinend auch andere psychologische Probleme hat, sollten Therapeuten genau prüfen, ob nicht ein weiterführendes Behandlungsangebot in Betracht gezogen werden sollte.

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news-149Tue, 17 Nov 2015 13:26:55 +0100Wie Zähne lange gesund bleiben!https://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/wie-zaehne-lange-gesund-bleiben/ Besser als gegen bestimmte Erkrankungen vorzugehen, ist es immer bereits im Vorfeld Angriffspunkte unseres Körpers zu erkennen und Schutzmaßnahmen zu treffen. Mit einigen Vorkehrungen kann so auch die Zahngesundheit erhalten bleiben.Bei unseren Zähnen gibt es zwei große Volkskrankheiten, die vielen Menschen Probleme machen: Eine entzündliche Erkrankung des Zahnbettes, auch Parodontitis genannt und die durch Bakterien verursachte Zahnfäule, auch als Karies bekannt. Seit Jahrzehnten wird erforscht, welche Ursachen diese Leiden auslösen. Und wie bei den meisten Krankheiten existiert nicht nur ein Grund, der letztendlich Ausbruch und Verlauf von Parodontitis und Karies beeinflusst. Ganz sicher aber kann man sagen, dass sowohl Gene, Immunsystem, Ernährungsverhalten und Zahnpflege des Patienten wichtige Faktoren bei der Krankheitsentstehung sind. Immer mehr zeichnet sich ab, dass eine individuelle Prophylaxe (Schutzmaßnahmen) für jeden Einzelnen die besten Voraussetzungen für gesunde Zähne bis ins hohe Alter sein kann.

Bei beiden Erkrankungen sind es Bakterien, die durch ihre übermäßige Vermehrung und die dabei entstehenden schädlichen Stoffwechselprodukte Zähne und Zahnbett angreifen. Um präventiv im Mundraum die Ansiedlung der Keime zu verhindern, haben sich in der Zahnmedizin seit einiger Zeit schon hilfreiche Prophylaxe-Therapien etabliert.

Dazu gehört zum Beispiel die Fissurenversiegelung. Bis zum 18. Lebensjahr bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen Patienten das Abdichten der „Problemzonen“ an unseren Zähnen. Als Fissuren werden die tiefen Furchen in den Backenzähnen bezeichnet, die beliebte Verstecke für riesige Bakterienkolonien sind. Von diesen Stellen aus frisst sich die Karies schnell tief in den Zahn hinein und dringt im schlimmsten Fall bis zum Zahnnerv vor. Dies verursacht nicht nur heftige Zahnschmerzen, sondern führt zwangsläufig auch zum Absterben des Zahnes. Hat jedoch der Zahnarzt vorsorglich auf den sauberen Zahn einen abdichtenden Lack aufgetragen, bleibt der Zahnschmelz für die ätzenden Ausscheidungen der Bakterien unerreichbar, die Kariesgefahr ist gebannt.

Fluorid stärkt Zähne gegen Kariesattacken

Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Mundgesundheit auf der ganzen Welt kontinuierlich verbessert ist die Anwendung von Fluorid. Studien haben gezeigt, dass in Ländern, in denen vermehrt Fluoridsalz in den Supermärkten verkauft wird auch die Kariesrate sank.

Ebenso durchgesetzt hat sich und von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) empfohlen wird der Zusatz von Fluorid in Zahnpasten. Während Kinderzahnpasten bis zum sechsten Lebensjahr etwa 500 ppm Fluorid enthalten sollten, rät die DGZMK älteren Kindern und Erwachsenen zum Gebrauch von Pasten mit 1.000 bis 1.500 ppm Fluorid. Fluorid schützt als feine Schicht auf der Zahnoberfläche vor den Säureattacken der Bakterien, indem es die aus dem Zahnschmelz ausgewaschene Substanz ersetzt und zugleich die Remineralisation des Schmelzes fördert. Die entstehende neue Oberfläche ist sogar härter als das ursprüngliche Zahnmaterial.

Professionelle Zahnreinigung schützt vor Parodontitis

Auch bei den Erkrankungen des Zahnbetts sind Bakterien die Hauptübeltäter, die durch eine vorsorgliche Behandlung bekämpft werden können. Seit einigen Jahren bieten Zahnarztpraxen eine prophylaktische Zahnreinigung (PZR) an. In der Regel wird die Maßnahme von einer fachlich qualifizierten Dentalhygienikerin vorgenommen.

Weit über das Zähneputzen hinaus werden bei dieser Zahnreinigung tief sitzende Belege und Zahnstein entfernt. Mit speziellen Instrumenten bearbeitet die Dentalhygienikerin die Zahnoberflächen auch in den schwer zugänglichen Bereichen, sodass Keime auf den glatten Zähnen keine Nistmöglichkeiten mehr vorfinden. Zudem werden in einer PZR-Sitzung individuelle und nützliche Ratschläge für die künftige Zahnpflege daheim gegeben. Die PZR sollte 1-2 mal im Jahr vorgenommen werden, die Kosten zwischen 50 und 100 Euro für die Prophylaxe übernimmt die Gesetzliche Kasse jedoch nicht. Erst wenn die Bakterien sich bereits tief zwischen Zahn und Zahnfleisch gefressen haben, springen die Krankenkassen wieder ein: Bei einer Parodontitisbehandlung muss der Zahnarzt allerdings auch weitreichendere Maßnahmen ergreifen. In diesen Fällen droht ohne Therapie über kurz oder lang der Zahnausfall.

Bewusste Ernährung hält auch die Zähne fit

Neben der täglichen Zahnpflege ist die beste eigenständige Vorbeugung gegen Zahnerkrankungen auch eine bewusste Ernährung. Mittlerweile jedem dürfte klar sein, dass Zucker der größte Freund von Bakterien und somit der größte Feind unserer Zähne ist.

Wer ein paar simple Regeln verinnerlicht, tut seinen Zähnen viel Gutes: Zucker kann und muss nicht komplett vom Speiseplan gestrichen werden, aber eine dauerhafte Belastung mit zuckerhaltigen Getränken und Lebensmitteln stören das natürliche Gleichgewicht der Bakterienflora im Mund. Wenn aus der kurzen Säureattacke ein dauerhafter Zustand wird, können die wichtigen Remineralisationsprozesse im Zahnschmelz nicht ablaufen. Es entstehen Schäden, die nicht rückgängig zu machen sind, Karies zerstört den Zahn. Wer also gerne eine Tafel Schokolade isst, sollte das nicht über den ganzen Tag verteilt machen, sondern nach kurzer Zeit wieder ein neutrales Milieu im Mundraum anstreben. Gleiches gilt selbstverständlich für zuckerhaltige Getränke oder stärkehaltige Knabbereien (Chips, Salzstangen), die leicht von Enzymen im Speichel zu Zucker umgewandelt werden.

Zahnfreundliche Snacks für zwischendurch

Wer zwischendurch immer wieder gerne nascht, muss ebenfalls nicht unbedingt auf sein Laster verzichten: Süßwaren, Kaugummis und andere Produkte, die mit dem Zahnmännchen-Siegel ausgezeichnet sind, können bedenkenlos gegessen werden.

Sie enthalten Zuckerersatzstoffe, die garantiert keine Karies auslösen. Dazu wurden die Produkte einem wissenschaftlichen Test unterzogen, der die Unbedenklichkeit im Hinblick auf die Zahngesundheit bestätigt.

Das bedeutet: mithilfe einer bewussten Ernährung, der Verwendung von fluoridhaltigen Zahnpasten, regelmäßiger Zahnreinigung und guter Mundhygiene – bleiben die Zähne gesund und Eingriffe werden gar nicht erst nötig.

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news-147Tue, 17 Nov 2015 12:19:00 +0100Aus welchem Material kann Zahnersatz sein?https://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/aus-welchem-material-kann-zahnersatz-sein/ Die Grundlage für guten Zahnersatz ist ein sorgfältig ausgewähltes Material. Heutzutage gibt es eine riesige Auswahl an Kunststoffen, Metalllegierungen und Keramiken. Die Wichtigsten stellen wir Ihnen hier vor.Welches Material im Einzelfall das richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab: An welcher Stelle im Gebiss wird es eingesetzt, welcher Zahnersatz wird gebraucht oder welche besonderen Wünsche hat der Patient. Allen gemein ist jedoch, dass sie ein hohes Maß an Belastbarkeit, Bruchfestigkeit und Biokompatibilität haben müssen. Zudem sollten sie lange haltbar sein und ein ästhetisch überzeugendes Ergebnis gewährleisten – eine Menge an Ansprüchen also, die zwangsläufig in einigen Bereichen an ihre Grenzen stößt. Unabhängig von den verschiedenen Zahnersatzformen stellen wir Ihnen hier die wichtigsten Werkstoffe vor, die Zahntechniker und Zahnärzte in der Praxis verwenden.

Metalle für den Zahnersatz

Extrem reine Metalle kommen in der Natur nicht vor. Meist enthalten sie Bestandteile anderer Metallsorten und haben entsprechend andere physikalische Eigenschaften. In der Werkstoffentwicklung macht man sich derartige Veränderungen zu Nutze und mischt gezielt verschiedene Metalle um besonders feste, stabile oder korrosionsarme Materialien zu bekommen.

Solche, auch Legierungen genannte, Metallkombinationen sind seit Jahrzehnten ein Garant für haltbaren, gut verträglichen Zahnersatz. So ist auch der allseits bekannte Goldzahn nicht aus reinem Gold - dies wäre viel zu weich und in kürzester Zeit verformt und abgetragen. Die Suche nach der „perfekten Mischung" ist längst nicht abgeschlossen, aktuell gibt es allein 700 verschiedene Legierungen für Zahnbrücken und Zahnkronen. Im Fokus stehen dabei immer bestimmte Werkstoffeigenschaften, die im Dentalbereich zu beachten sind:

  • Es dürfen keine größeren Mengen an Metall durch den teilweise sauren Speichel ausgewaschen werden
  • Hochallergene Metalle sollten, wenn überhaupt enthalten, nur einen minimalen Anteil ausmachen
  • Eine toxische oder gesundheitsgefährdende Wirkung muss ausgeschlossen sein
  • Die Entstehung von unangenehmen Strömen durch Metallwechselwirkungen sollte verhindert werden

Trotz all dieser Vorsichtsmaßnahmen reagiert jeder Mensch individuell auf diese Legierungen, eine hundertprozentige Komplikationsfreiheit kann somit niemand garantieren.

Amalgam: Kaum ein Werkstoff sorgte in den vergangenen Jahren für so viel Wirbel wie das Füllungsmaterial Amalgam.
Gold: Schon vor mehr als 1.000 Jahren nutzten Menschen Blattgold, um Defekte an den Zähnen zu reparieren.
Titan: Titan ist ein weiß glänzendes Metall, das ausgesprochen fest und korrosionsbeständig ist.

Weitere Metalle in Standard-Legierungen:

Palladium: Hartes weißes Edelmetall, das in etwa 90 Prozent aller Dentallegierungen vorkommt.
Titan: Titan gilt in der Zahntechnik als schwierig zu verarbeitender Werkstoff und wird daher hauptsächlich mit dem CAD/CAM-Verfahren bearbeitet.
Silber
: Weißglänzendes Metall, das in Legierungen für eine größere Härte sorgt.
Kupfer
: Rötliches Metall, das mit einigen Legierungen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent vorkommt.
Platin
: Ein sehr teures grauweißes Edelmetall mit ähnlichen Eigenschaften wie Gold. In Dentallegierungen erhöht es die Festigkeit des Materials.

Metalle in NEM-Legierungen:

Nicht-Edelmetall-Legierungen (NEM) zeichnen sich durch einen günstigen Preis aus. Sie sind zwar härter und fester als die Edelmetallvarianten, können dafür aber leichter korrodieren. Zudem lösen einige verwendete Metalle bei einem bestimmten Anteil der Patienten Allergien aus. Wichtige Legierungen sind die Kombination aus Kobalt, Chrom und Molybdän, sowie eine Mischung aus Nickel und Chrom.
Des Weiteren werden im kieferorthopädischen Bereich auch Eisenlegierungen verwendet, die zusätzlich Chrom und Nickel enthalten.

Kunststoffe: Seit den 1930er Jahren gewinnen Kunststoffe in der Zahnheilkunde eine immer größere Bedeutung. Neben der Amalgamfüllung, mit der bis heute etwa 40 Prozent aller Kariesdefekte restauriert worden sind, kommt heutzutage immer öfter die Kunststofffüllung zum Einsatz.
Komposite: Komposite werden Füllungsmaterialien genannt, die im Wesentlichen zwei wichtige Komponenten enthalten: Einen „flüssigen" Kunststoff, der unter UV-Licht aushärtet und den so genannten Füllkörper, also kleinste Glaskeramikpartikel, die für eine zahnähnliche Färbung sorgen.
Kompomere
: Kompomere sind eine spezielle Art von Komposites. Sie enthalten neben den üblichen Kompositbestandteilen auch noch Glasionomerzement.

Andere Zahnersatz-Materialien

Zement: Zement wird nur als provisorische Füllung oder als Unterfüllung zum Schutz des Zahnmarks verwendet.
Glasionomerzement: Glasionomerzement ist ein spezieller Zement, der ebenfalls für Füllungen und Befestigungen benutzt wird.
Keramik: Keramik ist wohl das wichtigste Material in der Zahnheilkunde, um einen möglichst naturidentischen Zahnersatz anbieten zu können.
Silikatkeramiken
: Wegen ihres hohen Glasanteils werden sie auch als Glaskeramiken bezeichnet. Sie bestehen aus den natürlichen Mineralien Feldspat, Quarz und Kaolin.
Oxidkeramiken
: Oxidkeramiken sind in der Regel einfache Oxidationsformen von sehr unedlen Metallen. Dazu zählen Magnesium-, Aluminium-, Titan- oder Zirkonoxid.
Zirkonoxid
: Zirkonoxid oder, wie es chemisch korrekt heißen müsste, Zirkoniumdioxid nimmt unter den Oxidkeramiken eine Sonderstellung ein.

Wichtiges Merkmal: BIOKOMPATIBILITÄT!

Manche Materialien sind dafür bekannt, dass sie bei vielen Menschen das Immunsystem in Alarmstimmung versetzen. So reagieren viele Träger von Schmuck auf das Metall Nickel allergisch. Andere Metalle, aber auch bestimmte Kunststoffe, Keramiken und Feststoffe hingegen erkennt das Abwehrsystem unseres Körpers nicht. Das eingebrachte Material wird wie eine körpereigene Struktur behandelt - im besten Fall interagieren bestimmte Zelltypen mit dem Fremdkörper und stabilisieren ihn beispielsweise im Knochengewebe. Der Begriff Kompatibilität bedeutet also: Ein künstliches Material und biologische Gewebe können problemlos zusammengebracht werden und bilden zusammen eine funktionierende Einheit.

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news-148Mon, 16 Nov 2015 13:57:04 +0100Sonnen für die Zahngesundheit!https://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/sonnen-fuer-die-zahngesundheit/ Sonnenlicht ist wichtig für einen gesunden Knochenbau – das gehört zum Allgemeinwissen. Die Auswertung älterer Daten legt nahe, dass wahrscheinlich auch die Zahngesundheit von einer kontrollierten Vitamin-D-Versorgung profitiert.Wissenschaftler haben einen riesigen Berg klinischer Daten ausgewertet und dabei eine interessante Entdeckung gemacht: Vitamin D, das der menschliche Körper nach einem kurzen Aufenthalt in der Sonne selbst bilden kann, hat anscheinend einen beachtlichen Einfluss auf das Auftreten von Karies. Bei einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D, reduzierte sich die Zahl der Fälle um etwa 50 Prozent. Den Ergebnissen zu Grunde lagen die Beobachtungen bei 2.000 Kindern im Alter von zwei bis 16 Jahren aus den 1920ern bis 1980ern Jahren.

"Mein Ziel war es, die Daten der klinischen Untersuchungen zusammenzutragen, um einen neuen Blick auf die Vitamin-D-Frage zu werfen", erklärte Dr. Philippe Hujoel, Professor an der University of Washington, School of Dentistry. In den medizinischen damaligen Untersuchungen erhöhten die Forscher die Vitamin-D-Level in den Körpern der Kinder, indem sie entweder zusätzliche UV-Lichtbestrahlungen verordneten oder Vitamin-D-Quellen wie Dorschleberöl verabreichten.

Ob es bei den Ergebnissen direkte kausale Zusammenhänge gäbe, müsse noch diskutiert werden, bleibt Dr. Hujoel vorsichtig. "In der Zwischenzeit kann es aber nicht Schaden, wenn Schwangere und junge Mütter erkennen, dass Vitamin D für die Gesundheit ihres Nachwuchses elementar wichtig ist. Vitamin D führt zu Zähnen und Knochen, die stärker mineralisiert sind." Dr. Hujoel weist jedoch auch auf Schwächen der Untersuchungen hin, die das Ergebnis hätten verfälschen können. Zudem dürfe man bei dem Alter der Datenbestände nicht außer Acht lassen, dass sich die Lebensumstände heutzutage stark verändert hätten.

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news-150Mon, 16 Nov 2015 10:55:00 +0100Ratgeber zu Zahnfleischentzündungenhttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/ratgeber-zu-zahnfleischentzuendungen/ Die Entzündung des Zahnfleisches gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Experten schätzen, dass 50 bis 90 Prozent aller Erwachsenen unter einer so genannten Gingivitis leiden.Unsere Zähne sind von Zahnfleisch umgeben und bei gesunden Menschen fest mit der Zahnoberfläche verbunden. So haben Bakterien und andere Keime keine Chance ins Körperinnere zu gelangen. Wenn jedoch in den Furchen, die zwischen Zahn und Zahnfleisch den Erregern einen Rückzugsraum bieten, Bakteriengifte eindringen – wird das Gewebe gereizt. Zahnfleischerkrankungen stehen oft für den Beginn eines längeren Krankheitsprozesses, an dessen Ende massive Zahnschäden oder Zahnverlust zu beklagen sind. Weit verbreitet ist ein durch Mikroben verursachter Zahnfleischrückgang. Er ist die Ursache für freiliegende Zahnhälse, die bei vielen Menschen äußerst schmerzempfindlich sind.

Zahnbeläge reizen das Zahnfleisch

Besonders wenn Plaque diese Furchen über einen längeren Zeitraum mit großen Mengen an Keimen belastet, entzündet sich das Zahnfleisch. Es wird rot und schwillt an – im Extremfall kommt es zum Zahnfleischrückgang. Wenn der Zahnarzt mit seinen Instrumenten entzündetes Zahnfleisch prüft, neigt dieses schnell zu Blutungen. Mithilfe dieses Tests kann er leicht feststellen, wie gut der Patient seine Zähne putzt.

Oft verursachen derartige Entzündungen keine Schmerzen. Doch ohne Gegenmaßnahmen verschlimmert sich der Zustand: Eine Zahnfleischentzündung ist immer der Vorläufer einer schweren Zahnbetterkrankung, der Parodontitis.

Entzündetes Zahnfleisch ist ein Warnsignal

Die Entzündungen sorgen dafür, dass sich Zahnfleischtaschen bilden, die im Laufe der Zeit tiefer werden. Dies wird in der Regel beim Zahnarzt mit einer Sonde ausgemessen. Während beim gesunden Menschen die Furche zwischen Zahn und Zahnfleisch höchstens 2 Millimeter tief ist, können bei andauernder schlechter Mundhygiene Taschentiefen von 5 Millimeter und mehr erreicht werden.

Dass Bakterien hier ungestört großen Schaden anrichten können, liegt auf der Hand. Zahnfleischbluten ist also stets ein Alarmsignal, dass nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Ein Zahnarztbesuch ist in diesem Fall immer angeraten, sei es um Ratschläge zu bekommen, wie das Pflegedefizit behoben werden kann oder, um nach weiteren Ursachen zu suchen.

Zahnfleischbluten kann viele Gründe haben

In manchen Fällen deuten Zahnfleischentzündungen auch auf andere Probleme hin: So haben verschiedene Hormone Einfluss auf die Gesundheit des Zahnfleischs. Einige Anti-Baby-Pillen führen zu Zahnfleischbluten, auch Schwangerschaft und Pubertät machen der Gingiva zu schaffen. Ebenso treten Zahnfleischentzündungen vermehrt bei bestimmten Krankheiten auf:

Diabetes, HIV, Leukämie oder Vitamin-C-Mangel ziehen das Zahnfleisch stark in Mitleidenschaft. Eine besonders intensive Zahnpflege ist in diesen Fällen das A und O, um Zahnbeläge zu bekämpfen und somit das Gebiss vor größeren Schäden zu schützen.

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news-146Mon, 09 Nov 2015 10:37:17 +0100dentaltrade Akademisches Forumhttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/dentaltrade-akademisches-forum-2/ Bremen, November 2015. Auch in diesem Jahr bot dentaltrade interessierten Zahnmedizinern die Möglichkeit, sich im Rahmen des Akademischen Forums zu praxisnahen Themen weiterzubilden. Hochkarätige Referenten informierten über die Herausforderungen in den chirurgischen und prothetischen Phasen der Implantation. Dabei kam auch das Thema Abrechnung nicht zu kurz. Insgesamt war die Veranstaltungsreihe wieder ein voller Erfolg. „Die Resonanz war wie in den Vorjahren sehr gut. Wir haben viel positives Feedback von den Teilnehmern bekommen“, freut sich Müşerref Stöckemann, dentaltrade Geschäftsführerin. Aufgrund der positiven Rückmeldungen wird das Akademische Forum von dentaltrade auch im kommenden Jahr deutschlandweit fortgesetzt.

Die Seminare richten sich nicht nur an dentaltrade Kunden, sondern stehen allen Zahnmedizinern offen und werden mit bis zu fünf Fortbildungspunkten ausgewiesen. Behandelt werden ausschließlich Themen, die für den Praxiserfolg bedeutend sind und direkt umgesetzt werden können. Zudem bietet sich den Teilnehmern eine ausgezeichnete Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit Kollegen und Referenten. Die Termine und Themen für 2016 befinden sich derzeit noch in Planung. Weitere Informationen finden sich  auf der dentaltrade Homepage.]]>
news-144Wed, 04 Nov 2015 03:38:31 +0100Wurzelbehandlung ohne Mikroben-Alarmhttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/wurzelbehandlung-ohne-mikroben-alarm/ Klein, aber fein: Nanodiamanten machen Mikroben das Leben schwer, gekoppelt mit Medikamenten können sie perfekt für eine keimfreie Umgebung sorgen. Als Zusatz bei Wurzelkanalbehandlungen haben sie großes Potenzial, Komplikationen durch Infektionen zu verhindern.Wenn Kariesbakterien sich tief in den Zahn hineingefressen haben, wird oft auch das Zahnmark geschädigt - spätestens dann kann Karies üble Zahnschmerzen hervorrufen, da dort auch die Nervenenden liegen. Ist noch viel Zahnhartsubstanz gut erhalten, raten Zahnärzte in diesen Fällen meist zur Wurzelbehandlung. Krankes Gewebe wird weggebohrt, der Zahnnerv abgetötet (häufig ist er auch bereits abgestorben) und der Wurzelkanal mit speziellen Instrumenten aufbereitet und gereinigt. Gefüllt wird der Kanal anschließend mit einem natürlichen, dem Kautschuk ähnlichen Material, dem Guttapercha. 

Nicht immer gelingt es dem Zahnarzt, den Kanal optimal von Keimen zu befreien. Manchmal sitzen besonders in der Wurzelspitze Bakterien oder Pilze, die sich nach der Behandlung weiter vermehren. Ihre Stoffwechselprodukte lassen das menschliche Immunsystem anspringen, eine Entzündung sorgt beim Patienten für weitere Beschwerden. Die Behandlung muss dann wiederholt werden. Bei schwerwiegenderen Fällen kann entweder die Wurzelspitze operativ entfernt oder der gesamte Zahn gezogen werden.

Eine Arbeitsgruppe an der Universität in Los Angeles hat jetzt eine Methode entwickelt, mit der das Risiko einer bakteriellen Infektion drastisch gesenkt werden kann. Ihre neue Waffe gegen die Keimattacken sind Nanodiamanten. Die winzig kleinen kugelförmigen Kristalle haben scharfe Kanten und tragen elektrische Ladungen, was sie zu idealen Bindungspartnern für alle möglichen Substanzen macht.

Die Forscher hatten die Kleinstpartikel zunächst mit einem Antibiotikum bestückt, dem Amoxicillin. Anschließend wurde das Kanalfüllmaterial Guttapercha mit dem präpariertem Diamantstaub veredelt. An gezogenen menschlichen Zähnen testeten die Wissenschaftler die neuen Guttapercha-Stifte. Das Ergebnis: Tatsächlich stoppten die behandelten Stifte im Gegensatz zum Standardfüllungsmaterial das Bakterienwachstum. Zudem blieben die physikalischen Eigenschaften nahezu unverändert, so dass unter anderem auch die gewünschte Sichtbarkeit auf dem Röntgenbild erhalten blieb. 

Besonders elegant an dem neuen Material ist die extrem lokale Wirksamkeit des Antibiotikums: Das Medikament zirkuliert nicht im gesamten Organismus, sondern bekämpft die Keime vor Ort im Kanal. Erst wenn die Bakterien mit dem veredelten Guttapercha in Kontakt kommen, setzt seine Wirkung ein.

Nanodiamanten wurden vor mehr als 50 Jahren entdeckt, haben sich aber erst seit einigen Jahren zum beliebten Forschungsobjekt gemausert. Ihre antibakterielle Wirkung hat Hoffnungen auf neue Oberflächenbeschichtungen geweckt, auch über ihr Potenzial als mögliche Krebstherapie wurde berichtet. Als Nebenprodukt im Bergbau und in Raffinerien sind die Kleinstdiamanten kostengünstig zu haben.

Bis der Zahnarzt seinen Patienten die risikoarme Wurzelkanalfüllung anbieten kann, dürfte jedoch noch einige Zeit vergehen. Bis zu zwei Jahre werden die US-Forscher noch die Beständigkeit der neuen Guttapercha-Stifte prüfen. Frühestens in fünf Jahren könnten Tests auch außerhalb der Klinik starten, schätzt ein Mitarbeiter der Arbeitsgruppe.

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news-143Mon, 12 Oct 2015 04:18:13 +0200Biomimetik: Ganz nah am Originalhttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/biomimetik-ganz-nah-am-original/ Je mehr die Feinstruktur künstlicher Zähne der natürlichen Zahnsubstanz gleicht, desto besser kann der Zahnersatz den vielfältigen Ansprüchen gerecht werden. Mithilfe von Magnetfeldern wurde an der ETH Zürich ein vielversprechendes neues Gussverfahren entwickelt.Wenn Karies oder Parodontitis das Gebiss massiv geschädigt haben, bleibt dem Zahnarzt meist keine Alternative: Zähne müssen gezogen werden. Brücken oder Implantate können dann die Lücke füllen - als Ersatz können sie mit dem Original jedoch nicht vollständig mithalten. Zwar lassen sich mittlerweile gute ästhetische Ergebnisse erzielen, doch bei den Materialeigenschaften zeigen sich oft gravierende Defizite gegenüber einem natürlichen Zahn. So ist beispielsweise nicht auszuschließen, dass durch einen hohen Härtegrad andere gesunde Zähne geschädigt werden.

Forscher an der ETH Zürich konnten jetzt mit einem neuen Verfahren den Aufbau eines Zahnes in beeindruckender Weise imitieren. Die Schwierigkeit einer fast identischen Nachbildung besteht vor allem in den verschiedenen komplexen Strukturen eines Zahnes. Grundsätzlich müssen unterschiedliche Lagen übereinander geschichtet werden, wobei auf ein sehr hartes Außenmaterial ein weicheres Inneres folgt. Der Trick, mit denen den Wissenschaftlern eine optimale Schichtung gelang, beruht auf dem Einsatz von Magnetfeldern.

Wie in der Zahntechnik üblich wird auch bei dem neuen Verfahren zunächst ein Gipsabdruck erstellt. In die Form wird dann eine Suspension mit magnetisierten Keramikplättchen gegossen. Der Gips saugt die Flüssigkeit aus der Suspension, von außen nach innen härtet die weiche Masse zunehmend aus. Eine Bildung verschiedener Schichten erreichen die Forscher im Verlauf des Aushärtens durch wechselnde Magnetfelder. Während sich die Plättchen in der Suspension immer entlang der magnetischen Feldlinien ausrichten können, geschieht dies nicht mehr in den bereits ausgehärteten Bereichen. Theoretisch ist ein derart differenzierter Aufbau auch mit 3D-Druckern möglich, doch sowohl Zeit- als auch Kostenaufwand sprechen für die neue Methode.

Ein Teil des Verfahrens haben sich die Schweizer bereits patentieren lassen. Der "magnetisch unterstützte Schlickerguss" (MASC, magnetically assisted slip casting) erlaubt ein extrem hohe Kontrolle über die Mikrostruktur der hergestellten Nachbildungen. Ein im Experimentallabor gebrannter künstlicher Zahn deckte sich im Profil für Härte und Zähigkeit exakt mit dem eines echten Zahnes. Doch noch sind die Untersuchungen reine Machbarkeitsstudien - am Aussehen der Ersatzzähne müsse nach Angaben Forscher noch stark nachgebessert werden.

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news-142Thu, 08 Oct 2015 14:06:43 +0200Kariesschutz: Zum Nachtisch Milch!https://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/kariesschutz-zum-nachtisch-milch/ Ein Glas Milch oder ein Stück Käse neutralisieren das Milieu auf den Zähnen. Werden sie zum Abschluss eines Essens verspeist, können sie das Karies-Risiko deutlich senken.Wer sein Karies-Risiko gering halten will, sollte nicht nur darauf achten, was er zu sich nimmt: Auch die Reihenfolge der Speisen spielt eine Rolle. So kann ein Glas Milch zum Nachtisch gegen ein gefährlich saures Milieu vorbeugen. Zucker und Stärke begünstigen die Entstehung von Karies. Wer vier Mal am Tag Kohlenhydrate isst oder größere Mengen als 60 Gramm am Tag zu sich nimmt, setzt sich einer erhöhten Gefahr von Kariesschäden aus, haben Untersuchungen gezeigt.

In einer neuen Studie haben 20 Probanden jeweils 20 Gramm trockene gezuckerte Cerealien gegessen und anschließend unterschiedliche Getränke zu sich genommen. Es ging um die Messung des pH-Wertes auf den Zähnen, denn der neutrale Wert 7 ist ideal, um Karies zu vermeiden. Verglichen wurden Vollmilch, reiner Apfelsaft und Leitungswasser. Mit einer Sonde zwischen den vorderen Backenzähnen wurde der Verlauf des pH-Wertes bis zu einer halben Stunde nach dem Trinken dokumentiert.

Der Verlauf zeigte sich wie folgt: Nachdem die trockenen Frühstückscerealien verspeist waren, fiel der pH-Wert im Plaque schnell ab. Das Milieu auf der Zahnoberfläche war also sauer und blieb auch nach einer halben Stunde noch bei einem Wert von 5,8. Wurde nach dem Essen jedoch Milch getrunken, lag der Wert nach 30 Minuten schon wieder bei 6,5. Bei Apfelsaft blieb der pH-Wert bei 5,84, auch Wasser hob ihn nur wenig mehr auf 6,02.

Milch kann demnach als Vorsorge gegen Karies nützlich sein. Sie hilft dem Zahn bei der Remineralisation und hemmt das Wachstum von Plaque. Wer jedoch die Milch direkt in die Cerealien mixt, profitiert nicht von der positiven Wirkung der Milch.

Die Autoren der Veröffentlichung betonen die Bedeutung von Speise-Kombinationen und -Reihenfolgen in Bezug auf das Risiko, Karies zu bekommen. Vorausgehende Untersuchungen hätten gezeigt, dass die letzte Speise oder das letzte Getränk den größten Einfluss auf den Säure-Wert in der Plaque hat. Das abschließende Stück Käse nach einem süßen Mahl ist somit die beste Karies-Prävention.

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news-141Thu, 08 Oct 2015 13:47:57 +0200Nadeln gegen Zahnarztangsthttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/nadeln-gegen-zahnarztangst/ Wie Akupunktur genau funktioniert, kann niemand erklären – aber sie wirkt. Auch in Zahnarztpraxen können Patienten von der traditionellen chinesischen Medizin profitieren.Akupunktur kann Angstpatienten helfen, zum Beispiel, wenn Ängste den Zahnarztbesuch zum Albtraum werden lassen. In der Ohrmuschel platziert, eignen sich die kleinen Nadeln gut für den Einsatz in der Zahnarztpraxis.

Die Wissenschaftswelt wollte es genau wissen: Ist Akupunktur eine potente und nebenwirkungsärmere Alternative zu den kostspieligen Produkten der Pharmaindustrie? Sechs Universitäten und 500 Ärzte beteiligten sich an einer groß angelegten Studie mit unterschiedlichen Schmerzpatienten. Das Ergebnis war überraschend, denn ganz gleich, ob die nach Akupunkturregeln vorgegebenen Körperpunkte mit Nadeln stimuliert wurden oder eine x-beliebige Stelle gestochen wurde: Beim Effekt auf den Patienten ließ sich kein Unterschied feststellen. Die meisten mit Nadeln behandelten Patienten erlebten eine Besserung ihrer Leiden – vielfach sogar weitreichender, als dies mit Medikamenten möglich gewesen wäre. Zumindest war dies ein klarer Erfolg. Als Konsequenz aus den Untersuchungen entschied der Gemeinsame Bundesausschuss zumindest bei Gelenk- und Rückenschmerzen Akupunktur über die gesetzlichen Krankenkassen zu finanzieren.

Die Fachwelt ist weiterhin gespalten, ob Akupunktur eine ernst zu nehmende Heilkunst ist oder ob therapeutische Erfolge nur auf einen Placeboeffekt zurückzuführen sind. Nicht wenige schwören nach wie vor auf die Heilkraft der nahezu schmerzfreien Stiche. Und auch unter Zahnärzten finden sich Anhänger der uralten chinesischen Medizin, die ihren Patienten neben der konventionellen Behandlung auch diese alternative Methode anbieten.

Ein mögliches Einsatzgebiet der heilenden Nadeln ist die Bekämpfung der Angst vor der Zahnarztbehandlung. In einer dazugehörigen Studie bekamen 182 Patienten die Nadeln entweder in die sogenannte aurikuläre Akupunkturgruppe, in der es Entspannungs- und Beruhigungspunkte gibt – oder in Finger- oder Schulterregionen, wo nach der klassischen chinesischen Lehre keine aktiven Punkte liegen sollten.<s> </s>

Die Resultate waren vergleichbar mit denen aus der großen Schmerzstudie: Anhand einer normierten Angstskala konnte eine klare Abnahme bei der aurikulären Akupunkturgruppe beobachtet werden. Wenn auch nicht ganz so stark, aber eindeutig, sanken ebenfalls die Angstempfindungen in der zweiten genadelten Gruppe – also ohne die Aktivierung entsprechender Akupunkturpunkte. Placeboeffekt hin oder her: Die Studie ergibt, dass die aurikuläre Akupunktur eine effektive und kurzfristig anwendbare Methode ist, um ängstlichen Patienten zu Entspannung und Ruhe zu verhelfen.

Einige wenige Zahnärzte können auf eine sehr lange Erfahrung im Umgang mit den Nadeln zurückblicken. Einer von ihnen ist Prof. Winfried Wojak aus Horn-Bad Meinberg. Er setzt Akupunktur als unterstützende Maßnahme bei vielen Patienten ein und propagiert die enorme Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten im zahnmedizinischen Alltag. So lässt sich bei der Mehrzahl der Patienten ein überstarker Schluckreflex eindämmen. Auch bei Kopfschmerzen, craniomandibulärer Dysfunktion, Tinnitus oder als Notfallbehandlung nach einem Kollaps kann mit den heilenden Nadeln unkompliziert eine Besserung erzielt werden.

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news-140Thu, 08 Oct 2015 11:31:27 +0200Rheuma: Gefahr für den Kieferhttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/rheuma-gefahr-fuer-den-kiefer/ Ist der Schmerz bereits da, ist es in der Regel zu spät: Rheuma kann mit schweren Folgen auch das Kiefergelenk befallen. Daher ist es für Betroffene wichtig, frühzeitig das Kiefergelenk untersuchen zu lassen.Steif statt flexibel: Rheumatische Erkrankungen machen Sport und Arbeit zur Tortur, jede Bewegung kostet Überwindung. Die Gelenke schmerzen, die Beweglichkeit nimmt zunehmend ab: Unter Rheuma leiden viele Millionen Menschen in Deutschland und es werden immer mehr. Die Krankheit tritt in verschiedenen Formen auf und entsprechend viele Namen gibt es für die Beschwerden. Rheumatoide Arthritis, reaktive Arthritis oder juvenile Arthritis sind nur einige Diagnosen die Ärzte stellen, wenn der Patient mit seinem Leiden in die Praxis kommt. So vielfältig wie die Symptome der Erkrankung sind, so unterschiedlich sind vermutlich auch ihre Ursachen. In den meisten Fällen kommen Rheumabeschwerden durch autoimmunbedingte Veränderungen zustande, doch auch Verschleiß und Stoffwechselstörungen können die Schmerzen auslösen.

Während viele Menschen bei Rheuma an Schmerzen im Knie, an Hand- und Fußgelenken denken, wird oft vergessen, dass das Kiefergelenk eines der am meisten bewegten Gelenke ist. Auch dort kann Rheuma eine bedeutende Rolle spielen und eine fortschreitende Zerstörung des Gewebes auslösen. Betroffene sollten deshalb auch das Kiefergelenk untersuchen lassen, denn frühe Diagnosen können einen schmerzvollen Krankheitsverlauf verhindern.

Häufig wird die Krankheit zu spät erkannt, sodass die Betroffenen beim Kauen und Sprechen schon von Schmerzen geplagt sind. Auf Röntgenaufnahmen lässt sich in diesen Fällen oft das durch Abrieb abgeflachte Gelenk erkennen, der Gelenkspalt ist bereits stark verkleinert.

Wie problematisch eine späte Erkennung rheumatischer Prozesse im Kiefergelenk ist, hat auf der Jahrestagung 2014 der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie eine Bonner Arbeitsgruppe vorgestellt. Das Team um Professor Rudolf H. Reich hat 62 Patienten mit unterschiedlich ausgeprägten Erkrankungen rückblickend untersucht.

Die Rheumakranken wurden entsprechend der Schwere ihres Leidens in drei Gruppen aufgeteilt: Patienten, die nur eine Entzündung der Gelenkinnenhaut hatten, Personen mit einer chronischen Arthritis und Erkrankte bei denen auch die Knochen schon Veränderungen zeigten. Alle Patienten erhielten als Therapie entzündungshemmende Mittel, zudem wurde der Gelenkspalt bei den leichten Fällen mit endoskopischen Geräten gespült. Den mittelschwer Betroffenen wurden die Gelenkinnenhäute und Knorpelscheiben entfernt und mit Ersatzmaterial aufgefüllt. Bei den stark Erkrankten wurde auch der Knochen entfernt und entweder durch körpereigene Gewebespende oder durch einen Silastikblock wiederaufgebaut.

Die Ergebnisse dieser Standardbehandlungen wiesen gravierende Unterschiede auf: Während alle leicht Erkrankten und rund 80 Prozent der mittelschwer Erkrankten sich wieder über einen normal funktionierenden Kiefer freuen konnten, kam es bei 50 Prozent der schweren Fälle erneut zu einer Gelenkversteifung, 90 Prozent klagten weiter über eine verminderte Mundöffnung.

Das Fazit der Bonner Wissenschaftler ist klar: Frühzeitige Diagnosen und Behandlungen sind bei Rheumapatienten vor allem im Bereich des Kiefergelenks elementar wichtig und verhindern einen schmerzvollen Leidensweg. Für Rheumakranke im fortgeschrittenen Stadium gibt es mittlerweile jedoch auch moderne künstliche Endoprothesen für das Kiefergelenk. Standard-, aber auch individuell angefertigte Totalprothesen der jüngsten Generation können das Risiko einer Versteifung heutzutage minimieren.

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news-137Thu, 08 Oct 2015 10:35:00 +0200Welche Qualitätssiegel wichtig sindhttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/welche-qualitaetssiegel-wichtig-sind/ Beim Zahnersatz muss vor allem die Qualität stimmen: Nur hochwertige Materialien, präzise Verarbeitung und reibungslose Arbeitsabläufe garantieren ein zufriedenstellendes Ergebnis. Erfahren Sie, welche Siegel Qualität garantierten.Wenn sich die Qualität eines Produkts nur schwer beurteilen lässt und Kunden durch eine große Angebotspalette verunsichert sind, greifen Anbieter gern auf Qualitätssiegel zurück. Ein Siegel – als Referenz auf ein kompetentes Gremium, das sich für den Mindeststandard eines Produkts verbürgt – soll Sicherheit geben, nicht auf minderwertige Erzeugnisse hereinzufallen. Für die Verbraucher ist es wichtig zu wissen, hinter welchen Siegeln bewährte Institutionen stehen. Nur so kann die Relevanz des Qualitätssiegels eingeschätzt werden. Der Verbraucher sollte die zertifizierende Institution kennen oder sich zumindest über deren Unabhängigkeit vergewissert haben.

Medizinproduktegesetz

Anders als bei herkömmlichen Verbrauchsprodukten gelten beim Zahnersatz strenge staatliche Regeln, die Patienten vor minderer Qualität schützen sollen. Das deutsche Medizinproduktegesetz (MPG) stellt Dentallaboren genaue Auflagen, nach denen sie Arbeiten in Verkehr bringen dürfen. Mit einer so genannten Konformitätserklärung muss der Hersteller bestätigen, dass seine Anfertigungen einem genau festgelegten Standard entsprechen, nach den neuesten Erkenntnissen des Zahntechnikerhandwerks bearbeitet wurden und alle verwendeten Materialien EU-rechtlichen Vorgaben entsprechen. Somit ist bereits per Gesetz in Deutschland ein hohes Maß an Sicherheit für Patienten in puncto Zahnersatz garantiert.

Bestimmte ISO und DIN-Normen sorgen in diesem Zusammenhang beispielsweise dafür, dass die Biokompatibilität eingesetzter Materialien gewährleistet ist. Eine Unverträglichkeitsreaktion gegen den neuen Zahnersatz kann somit nahezu ausgeschlossen werden.

Fazit: Wer sich in Deutschland beim Zahnarzt für einen Zahnersatz entscheidet, genießt durch die gesetzlichen Bestimmungen bereits ein hohes Maß an Sicherheit. Dennoch nutzen viele Dentalbetriebe auch aus Werbezwecken verschiedene Prüfsiegel, die die Einhaltung hoher Sicherheitsstandards bestätigen. Folgende Kennzeichen und Zertifikate können Ihnen bei der Suche nach Zahnersatz begegnen:

CE-Kennzeichnung

 

CE ist die Abkürzung für "Communautés Européenne" (frz.) also: Europäische Gemeinschaften. Das Logo ist kein Qualitäts- oder Gütesiegel im engeren Sinne, sondern markiert Produkte, die einem gemeinsamen europäischen Standard in Bezug auf Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen entsprechen. Es wird vom Hersteller selbst am Produkt angebracht. Folgt dem Zeichen eine vierstellige Nummer, hat eine unabhängige Prüfstelle die Herstellerangaben bestätigt.

Abbildung des CE Qualitätssiegels

Das TÜV Zeichen bescheinigt dem Inhaber ein umfassendes Qualitätsmanagement

Zertifikate nach DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 13485 bzw. 13488 (oder älter auch DIN EN 46001/46002) bescheinigen dem Inhaber ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, das nach strengen Regeln Abläufe in einem Betrieb betrachtet, dokumentiert und optimiert. Sowohl Dentallabore als auch Zahnarztpraxen können sich nach einer Überprüfung mit den entsprechenden Siegeln auszeichnen lassen. Das Zertifikat wird kostenpflichtig von großen unabhängigen Institutionen wie dem TÜV und der DEKRA oder von kleineren Zertifizierungsstellen ausgestellt.
Abbildung des TÜV NORD Siegels

Prüfzertifikat QS-Dental

Deutsche Zahntechnikermeisterbetriebe haben ein eigenes Gütesiegel entwickelt. Der VDZI (Verband deutscher Zahntechniker-Innungen) und die Q_AMZ (Allianz für Meisterliche Zahntechnik) haben ein Qualitätssicherungskonzept erstellt, bei dem nach eigenen Angaben die Ergebnisorientiertheit im Vordergrund steht. QS-Dental ist klar als Gegenmodell zu den ISO-Zertifizierungen zu sehen, um deutsche von internationalen Anbietern abzugrenzen. Inwieweit das Zertifikat für höherwertige Qualität steht, bleibt fraglich.

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news-139Wed, 07 Oct 2015 15:58:23 +0200Wie zahnfreundliche Piercings gelingenhttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/wie-zahnfreundliche-piercings-gelingen/ Piercings sind nicht ungefährlich und können Zahnschmelz und Zahnfleisch dauerhaft schädigen. Doch wer die Gefahren kennt und ein paar Dinge beachtet, kann das Risiko für die Zahngesundheit senken.Jungen Menschen von Piercings im Mundbereich abzuraten, hilft meist nur wenig. Besser ist es, die Risiken gut zu kennen und zu vermitteln. Aufgeklärte Zahnärzte und Piercer können die Gefahren am besten minimieren.

Heute gehören sie in weiten Kreisen der Bevölkerung zum normalen Schmuckrepertoire: Piercings gelten als schick, die Angst vor dem Löcherstechen schreckt die meisten Menschen kaum ab. Eine Umfrage des Institutes für Demoskopie in Allensbach hat ergeben, dass rund 15 Prozent der zwischen 16 und 29 Jährigen in Deutschland gepierct sind. Zahnärzte haben lange vor Piercings im Mundbereich gewarnt: Der ständige Kontakt der metallischen Stecker mit Zähnen und Zahnfleisch bleibt oft nicht ohne Folgen.

Zungenpiercings schlagen regelmäßig gegen die Zahnoberfläche, was zu feinen Rissen im Schmelz führen kann. Bei Lippenpiercings hingegen reibt oft der Verschluss gegen das Zahnfleisch, das sich als Reaktion darauf irreversibel zurückziehen kann – freiliegende, schmerzempfindliche Zahnhälse sind die Folge. Viele Zahnärzte lehnen den Körperschmuck daher kategorisch ab und raten ihren Patienten, auf den Schmuck zu verzichten.

Mittlerweile hat sich jedoch gezeigt, dass trotz aller Empfehlungen die meisten Menschen das Gesundheitsrisiko in Kauf nehmen. Ein besserer Wissensaustausch zwischen Zahnarztpraxen und der Piercing-Branche könnte im Sinne der Prävention vielen Patienten zu Gute kommen. So wäre es möglich, bei Beratungsgesprächen in der Praxis bereits vermeidbare Gefahren anzusprechen.

Abzuraten ist generell von günstigen Piercingangeboten mit einer Bolzenschusspistole. Auch wenn das Stechen mit dem Gerät kaum Schmerzen bereitet und schnell geht, bergen Keimrückstände an den Bauteilen eine hohe Infektionsgefahr. Pistolen lassen sich nur sehr schwer reinigen, das professionelle Stechen mit einer sterilen Nadel ist daher die bessere Alternative.

Auch in Bezug auf das Material sollte man seinem Piercer vertrauen können: Nur hochwertiges Ti6-Titan, 24-karätiges Gold oder Niob versprechen ein komplikationsfreies Heilen der Wunde. Von vergoldetem Schmuck wird besser Abstand genommen, da Nickelteilchen durch kleine Risse in der Goldschicht austreten können. Besonders bei Kindern können auf diese Art schwere Nickelallergien ausgelöst werden. Kommt es zu Infektionen im Bereich des Piercingkanals, ist ein Herausnehmen des Schmucks nicht in jedem Fall die beste Lösung. Im schlimmsten Fall kann es tief unter der Haut zu einem eitrigen Abszess kommen.

Piercer sollten wissen, auf welche Weise sie ihre Arbeit besonders zahnschonend durchführen können und wann besonderes Fingerspitzengefühl nötig ist. So sollten die Stecker eines Zungenpiercings niemals zu kurz sein. Denn wenn das Endstück des Piercings regelmäßig gegen die Zahnoberfläche schlägt, kommt es zu Brüchen und Rissen im Schmelz. Zudem droht auch speziell bei den vorderen Zähnen des Unterkiefers ein dramatischer Knochenschwund – denn hier ist die Knochenplatte des Zahnhalteapparats besonders dünn. Oft ist die Länge des Piercingstabes nachträglich anzupassen, wenn nach wenigen Tagen die Schwellung des durchstochenen Gewebes zurückgeht.

Auch in anderen Bereichen ist vom Piercer millimetergenaues Arbeiten gefordert. So genannte Labret-Piercings, die mit einer scheibenförmigen Verankerung beispielsweise in der Wange oder der Lippe sitzen, sollten möglichst glatt mit der Mundschleimhaut abschließen. Stehen sie etwas hervor, wirken die Metallkanten wie ein Hobel und verletzen das Zahnfleisch. Ein krankhafter Rückgang des Gewebes ist dann programmiert.

Wichtig: Verantwortungsvolle Anbieter piercen keine Kunden unter 16 Jahren und minderwertige Materialien sollten sie gar nicht im Angebot haben. Eine zahnschonende Alternative aus Dentalkunststoffen zeichnet ein empfehlenswertes und professionelles Studio aus.

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news-138Mon, 05 Oct 2015 14:05:55 +0200"Zahnampel" hilft beim Zahnschmelz-Schutzhttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/zahnampel-hilft-beim-zahnschmelz-schutz/ Nicht alles, was vermeintlich gesund ist, tut auch den Zähnen gut. Eine Website klärt über versteckte Säuren in Lebensmitteln auf. Denn die können den Zahnschmelz dauerhaft schädigen.Welche Lebensmittel für den Zahnschmelz unbedenklich sind, verrät die Seite www.zahnampel.de. Hier erfährt der Nutzer, welche Speisen und Getränken besonders säurehaltig sind und dadurch den Zahnschmelz angreifen.

Zahnschmelz ist die härteste Substanz, die der menschliche Körper produziert. Er befähigt uns, auch die festeste Nahrung in kleine verdauliche Stücke zu zerkauen. Doch leider wird Schmelz nicht wie andere Zellen des Organismus nachgebildet – ein Verlust an Enamel, wie der Schmelz auch genannt wird, wird nicht ersetzt. Ein Abrieb, verursacht durch das Kauen und das Zähneputzen, lässt die harte Schicht, die den Zahn umgibt, im Laufe des Lebens immer dünner werden.

Zahnschmelz, der zum größten Teil aus kristallisiertem Calcium und Phosphaten besteht, muss nicht nur die säureproduzierenden Kariesbakterien fürchten. Auch ganz herkömmliche Lebensmittel enthalten Säuren, die die harte Zahnoberfläche weich und empfindlich für mechanische Schäden machen. Wer ganz unbedacht kurz vor dem Zähneputzen ein Glas Zitronen- oder Apfelsaft trinkt, opfert einen erheblichen Teil der harten schützenden Schicht seiner Zähne. Fachleute sprechen, ähnlich wie Geologen beim wetterbedingten Auswaschen von Bodenschichten, von einer Erosion des Zahnschmelzes.

Bei vielen gesundheitsbewussten Menschen hat sich die Gefahr von Säuren für die Zähne bereits herumgesprochen. Das erwähnte Glas Zitrussaft vor der Zahnpflege vermeiden die meisten Erwachsenen daher gewissenhaft. Doch was ist mit einem Energydrink oder einer Portion Spinat? Viele Getränke und Lebensmittel enthalten versteckte Säuren, die unser Geschmackssinn nicht beim ersten Probieren erkennt. Und dennoch sind die beiden genannten Beispiele durch ihren Säuregehalt wahre Zahnschmelzfresser.

Um über solch verborgene Risiken für die Zähne aufzuklären, wurde die Website "zahnampel.de" ins Leben gerufen. Spielerisch erfährt der Besucher, beim Genuss welcher Produkte er künftig auch an seinen Zahnschmelz denken sollte. Die Seite birgt einige Überraschungen, die durchaus nicht alle "böse" sind. Als kleines Beispiel: Kaffee mag bei übermäßigem Konsum zwar den Magen reizen, die Zähne leiden unter dem belebenden Getränk jedoch nicht.

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news-136Thu, 01 Oct 2015 01:59:07 +0200Vom Ursprung des Zahnschmelzeshttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/vom-ursprung-des-zahnschmelzes/ Vor vielen Millionen Jahren konnte sich nicht jedes Wirbeltier auf beeindruckend harte Zähne verlassen - der schützende Zahnschmelz ist ein Ergebnis evolutiver Auswahl. Chinesische und schwedische Forscher konnten jetzt aufzeigen, dass die Erfolgsgeschichte des Zahnschmelzes auf der Haut begann.Zahnschmelz ist ein ganz besonderer Stoff: Er ist die härteste Substanz im menschlichen Körper, kann Nüsse und Schalentiere knacken. Seine leicht transparente, bläulich schimmernde Optik verleiht vielen Menschen ein strahlend weißes Lächeln. Doch trotz aller Härte hat das Material auch seine Schwächen: Säuren weichen das Hartgewebe auf, Bakterien können sich ins Zahninnere vorarbeiten. Und nicht zuletzt: Einmal verlorener Schmelz kann nicht neu gebildet werden.

Wissenschaftler suchen schon länger eine Antwort auf die Fragen: Woher kommt dieses ganz besondere Material? Und wann im Lauf der Evolution hat sich der Schmelz entwickelt? An der schwedischen Universität Uppsala und am Institut für Paläontologie in Peking scheinen Forscher diesem Rätsel jetzt auf die Spur gekommen zu sein. Durch Genomanalysen ließ sich klar zeigen, dass Schmelz ursprünglich in der Haut auftrat und erst wesentlich später seinen heutigen Bestimmungsort auf den Zähnen fand.

Auf den ersten Blick mag diese Erkenntnis überraschend sein, denn die meisten Wirbeltiere haben Zähne lediglich in der Mundhöhle. Doch bereits beim Betrachten der Haut eines Hais wird klar, dass einige Arten ihre Körperhülle auch mit sehr hartem Gewebe ausstatten. Wer jemals einen Hai gestreichelt hat, wird die raue Oberfläche, bedingt durch tausende kleine Hautzähnchen (Placoidschuppen), sicher in Erinnerung haben. Diese Außenhaut findet sich auch bei fossilen Knochenfischen, aber genauso bei noch lebenden Fischen mit stammesgeschichtlich frühem Auftreten.

Die schwedische Arbeitsgruppe widmete ihre Aufmerksamkeit einer bestimmten Gattung von amerikanischen Knochenhechten (Lepisosteus). Auch sie gelten als Vertreter einer sehr alten Wirbeltiergruppe und haben extrem harte Schuppen. Die Schuppenoberfläche ist mit Ganoin bedeckt, einer zahnschmelzähnlichen Substanz. Bei der Entschlüsselung des Fischgenoms wurden zwei von drei Schmelz-Matrixproteinen entdeckt, die auch im menschlichen Erbmaterial vorkommen. Zudem konnten die Forscher zeigen, dass die betreffenden Gene speziell in der Haut abgelesen werden - ein starker Hinweis darauf, dass die Proteine zum Aufbau des Ganoins benötigt werden. Ganoin ist somit eine spezielle Form von Zahnschmelz.

Zuletzt galt es zu klären, wo der Schmelz ursprünglich entstand. Fand er sich zuerst im Mund, in der Haut oder entwickelte er sich gar parallel? Zwei mehr als 400 Millionen Jahre alte fossile Fische sollten das Geheimnis lüften: Im chinesischen Fisch Psarolepis wiesen Schuppen und Hautzähnchen im Kopfbereich den Schmelzüberzug auf, im schwedischen Fisch Andreolepis waren sogar nur die Schuppen verhärtet. Die Zähne im Maul hingegen waren schmelzfrei.

Da beide Gattungen zu den ältesten bekannten Knochenfischen gehören, vermuten die Wissenschaftler bei ihnen auch den Ursprungsort des Zahnschmelzes gefunden zu haben. Das Hartgewebe entstand demnach in der Haut, wo es auch heute noch bei einigen Fischen unter dem Namen Ganoin zu finden ist. Erst zu einem späteren Zeitpunkt sollen sich im Verlauf der Evolution die Vorteile des Materials als Zahnschutz durchgesetzt haben.

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news-135Thu, 24 Sep 2015 16:27:34 +0200Blaubeeren für gesundes Zahnfleischhttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/blaubeeren-fuer-gesundes-zahnfleisch/ Parodontitis ist nach Karies für Zahnmediziner die größte Herausforderung: Über Jahre wird langsam der Zahnhalteapparat zerstört. Durch zunehmende Entzündungen des Weichgewebes lockern sich die Zähne, im schlimmsten Fall kommt es zum Zahnverlust. Heidelbeersaft könnte hier laut neuer Studien Wunder wirken.Als "Superfood" sind Blaubeeren schon seit einiger Zeit in aller Munde. Doch was die Beeren so unglaublich gesund macht, ist längst noch nicht bis ins letzte Detail erforscht. Nicht nur als kleine Vitaminbombe mit viel Vitamin C und E können die Früchte punkten: Auch als Radikalfänger mit Antioxidantien wie den Anthocyanen tragen die Beeren zu einer gesunden Ernährung bei. Zudem enthalten sie Gerbstoffe, die bei Verdauungsproblemen helfen und laut einer jüngeren Studie schützen sie vor kardiovaskulären Erkrankungen wie der Arteriosklerose.

Eine ganz aktuelle Studie zeigt nun einen enormen Nutzen für die Zahngesundheit: Inhaltsstoffe der Heidelbeere könnten auch bei Erkrankungen des Zahnhalteapparats zum Einsatz kommen. Parodontitis ist weit verbreitet bei Menschen mittleren Alters. Meist zieht sich der Krankheitsverlauf über mehrere Jahre hin bis ein ernst zu nehmender Schaden für das Gebiss droht. Anfangs sind es nur leichte Zahnfleischentzündungen, die sich beständig weiter ausbreiten zwischen Zahn und dem umgebenden Weichgewebe. Ursache für den schleichenden Prozess sind verschiedene Keime, die tiefer in entzündete Bereiche vordringen.

Mit Blick auf die Entstehung einer Parodontitis haben Wissenschaftler jetzt die Einflüsse der wilden Heidelbeere (Vaccinium angustifolium) auf bestimmte Bakterien und Zellen untersucht. Die nordamerikanische Beerenart ist reich an so genannten Polyphenolen, denen man die Hauptwirkung des Beerensaftes zuschreibt. Die wichtigsten Vertreter der Polyphenole sind Phenolsäuren, Flavonoide und Procyanidine und waren im Versuch in einem hochkonzentrierten Extrakt angereichert worden. Auf die unterschiedlichen Prozesse bei einer Parodontitis hatte der Saft eine beachtliche Wirkung.

Zum einen ergaben die Untersuchungen einen starken antibakteriellen Effekt des Heidelbeersaftes. Besonders das gefährliche Bakterium Fusobacterium nucleatum wurde durch die Polyphenole eliminiert. Es gilt als eines der Hauptverantwortlichen für die Entstehung von Parodontitis. Die Wirkstoffe der Heidelbeere konnten die Bildung eines bakteriellen Biofilms verhindern. Darüber hinaus stoppten sie auch entzündliche Prozesse in der Mundschleimhaut, die normalerweise durch das Bakterium angestoßen werden. Auch menschliche Immunzellen, die Makrophagen, wurden gehemmt, eine überschießende Entzündungsreaktion auszulösen.

Die Chancen stehen somit gut, dass Blaubeeren eine neue kleine Wunderwaffe zur Vorbeugung gegen Parodontitis werden. Die Kombination aus antibakteriellen und entzündungshemmenden Effekten verspricht ein wirkungsvolles Mittel gegen die tückische Volkskrankheit zu bieten. Momentan arbeiten die Forscher an einer Technik, die nach einer Parodontitistherapie langsam und kontinuierlich den Beerenextrakt an die betroffenen Regionen im Mund abgibt.

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news-127Fri, 11 Sep 2015 10:04:00 +0200Richtige Zahnpflegehttps://www.dentaltrade-zahnersatz.de/presse/artikel/richtige-zahnpflege/ Mit Zahnpasta und der richtigen Putztechnik können Beläge weitestgehend entfernt werden. Außerdem sind Zahnseide und Interdentalbürsten für die Reinigung unzugänglicher Bereiche empfehlenswert. Für die Zahnpflege gibt es viele Hilfsmittel.Während der Steinzeitmensch durch faserreiche und kohlenhydratarme Ernährung noch keine besonderen Maßnahmen zur Zahnpflege ergreifen musste, ließen sich bereits die alten Ägypter und die Römer etwas gegen lästige Zahnbeläge einfallen. Über die Ägypter ist bekannt, dass sie mit einer Mischung aus Bimssteinpulver und Essig ihre Zähne abrieben. Im alten Rom sollte Urin die Zähne gesund erhalten. Im Mittelalter wurden die Rezepturen für die ersten Zahnpasten komplizierter: Hirschhornasche, Mastix, Salz, Alaun und Myrrhe landeten in den Pasten, weit verbreitet waren aber auch einfache Cremes aus Schlämmkreide oder Naturkalkstein.

Wie bekommt man weiße Zähne? Mehr zur Zahnpasta.

Bis heute arbeiten Zahncremes mit dem gleichen Prinzip wie ihre historischen Vorläufer: Feine Putzkörper sollen den Belag beim Zähneputzen von den Zahnoberflächen herunterreiben. Ein Fünftel bis die Hälfte der Zahnpasta besteht aus diesen feinen Polierkörpern, die meist aus Kieselerde oder Kunstsoff bestehen.

Zusätzlich enthalten Zahnpasten häufig Schaumbildner und bestimmte Substanzen, die keimtötend, schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Beim Kauf von Zahnpasten ist zu beachten, dass zur Kariesprohylaxe auch Fluorid (bei Erwachsenen etwa 1.500 ppm) enthalten ist. Nur sehr eingeschränkt zu empfehlen sind Pasten, die als Weißmacher beworben werden. Sie enthalten häufig stark schmirgelnde Putzkörper und und können damit den Zahnschmelz zu stark abreiben.

Zähne putzen: Gewusst wie!

Auch bei der Wahl der Zahnbürste sollte man nicht auf das erstbeste Produkt zurückgreifen. Eine Bürste mit einem rutschfesten, steifen Griff, einem kurzen Kopf und normal harten Borsten ist für den Durchschnittsgebrauch optimal. Der kurze Kopf erlaubt das Erreichen versteckt gelegener Bereiche, der steife Griff gibt die beste Kontrolle über die Bürstbewegungen.

Nach dem Gebrauch sollte die Bürste trocken gelagert werden, im Schnitt sollte alle zwei Monate ein neues Exemplar angeschafft werden. Nicht zuletzt die Putztechnik entscheidet über den Erfolg der Zahnpflege. Nach wie vor gilt die Regel: Von Rot nach Weiß bürsten. Dies sollte zwar gründlich, aber nicht mit Übereifer geschehen (Wer es ganz genau wissen will, kann seinen Anpressdruck mit der Küchenwaage überprüfen. Das Optimum liegt bei rund 150 Gramm). Mindestens zwei Mal täglich mit einer erbsengroßen Menge Zahnpasta für etwa zwei Minuten Zähne putzen ist ausreichend, um einen wirksamen Schutz vor schädlichen Bakterien zu gewährleisten.

Elektrische Zahnbürste für eine bessere Mundhygiene

Weit verbreitet und ausgesprochen praktisch zum Zähneputzen sind heutzutage auch elektrische Zahnbürsten. Um es gleich vorweg zu nehmen: In der Gründlichkeit und Effizienz des Putzens sind sie den Handzahnbürsten um eine Nasenlänge voraus. Ihre hochfrequent schwingenden Bürstenköpfe erreichen leichter Zahnzwischenräume und weit hinten im Mund befindliche Zahnflächen. Die wechselbaren Aufsteckbürsten können dabei einfach regelmäßig getauscht werden.

Ob nun oszillierend rotierende Zahnbürsten oder so genannte Ultraschallzahnbürsten verwendet werden, spielt für das Endergebnis keine Rolle. Die Stiftung Warentest hat verschiedene Modelle mehrerer Hersteller genauer unter die Lupe genommen und fand ein breites Spektrum an Angeboten. In der Bewertung zeigte sich, dass ein als „sehr gut“ eingestuftes Produkt bereits für 30 Euro erhältlich ist. Besonders für alte und motorisch eingeschränkte Menschen ist also eine elektrische Zahnbürste eher zu empfehlen als eine Handzahnbürste.

Besondere Pflegehilfsmittel für das „reifere“ Gebiss

Mit zunehmendem Alter verlagern sich auch die „Problemzonen“ im menschlichen Gebiss. Der Abstand der Zähne untereinander vergrößert sich, die Zahnhälse werden nicht mehr komplett vom Zahnfleisch bedeckt, liegen teilweise frei und auch der Zahnschmelz muss mehr versorgt werden. Bei Erwachsenen sind somit auch vermehrt Zahnhälse und die Seitenwände der Zähne zwischen den Backenzähnen Angriffsziele von Kariesbakterien.

So früh wie möglich sollten daher neben der Zahnbürste weitere Zahnpflegehilfsmittel für die Mundhygiene benutzt werden. Zur Reinigung der Zahnzwischenräume eignet sich besonders die Zahnseide. Egal ob gewachst oder ungewachst, mit oder ohne Menthol: Plaquereste, die die Bürste nicht erreicht, können beim Fädeln weitestgehend entfernt werden. Wer das erste Mal Zahnseide benutzt, wird es als mühselig empfinden, die 30 Zwischenräume zu reinigen. Vermutlich wird es im einen oder anderen Zwischenraum auch zu Blutungen kommen. Doch der Aufwand lohnt sich. Meist lassen sich die abgewischten Biofilme gut erkennen und auch die Blutungen des gereizten Zahnfleisches verschwinden mit der Zeit. Mit etwas Routine ist das Fädeln in kurzer Zeit erledigt und das gute Gefühl einer optimalen Zahnpflege entschädigt für den zusätzlichen Aufwand.

Feine Bürstchen für die Zahnzwischenräume

Neben Zahnseide helfen auch Interdentalbürsten bei der Entfernung des Biofilms zwischen den Zähnen. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen, die dann je nach Zahnabstand eingesetzt werden können. Sie reinigen ähnlich wie eine Zahnbürste die Zahnflächen und bekämpfen Plaque besonders gut am Übergang vom Zahnfleisch zum Zahn.

Auch bei diesen kleinen Bürsten benötigt der Mundraum eine gewisse Eingewöhnungsphase, in der es zu Blutungen kommen kann. Nach einigen Tagen ist der Anwender jedoch sicherer in der Handhabung und das Zahnfleisch an die Prozedur gewöhnt. Das Risiko, dass die Kauflächen von Karies und Parodontis befallen werden, wird durch die Plaqueentfernung wesentlich gemindert.

Mundduschen pflegen nur mäßig

Seit längerer Zeit sind für die Dentalpflege im häuslichen Bereich auch Mundduschen auf dem Markt. Sie werden nicht vorrangig beworben, führen jedoch ein beständiges Nischendasein in den Elektrofachgeschäften. Grund für ihre unauffällige Existenz ist ihr umstrittener Nutzen: Zwar spülen Mundduschen größere Speisereste aus den Zahnzwischenräumen.

Doch vermögen sie nicht allein durch den Wasserstrahl Plaque zu entfernen. Zudem besteht die Gefahr bei Menschen mit tiefen Zahnfleischtaschen, dass Nahrungsreste tief in diese Taschen gedrückt werden und somit der Zustand des Zahnhalteapparats weiter verschlechtert wird. Viele Zahnärzte raten ihren Patienten daher vom Kauf einer Munddusche ab.

Mundspülungen ersetzen die Zahnbürste nicht

Außer mit rein mechanischen Mitteln lassen sich Bakterien im Mundraum auch mit bestimmten Wirkstoffen bekämpfen. In Mundwässern und Mundspüllösungen sorgen diverse Substanzen für den schnellen Tod etlicher Erreger. Wissenschaftlich belegt ist, dass die Anwendung einer Spüllösung die Keimzahl massiv senken kann. Eine Zahnpflege mit Bürste und anderen Hilfsmitteln, kann sie aber nie ersetzen.

Zum einen entfernt die Lösung gefährliche Zahnbeläge nicht ausreichend, zum anderen tötet sie vor allem Bakterien nicht, die tief im Zahnbelag sitzen. Experten geben außerdem zu Bedenken, dass die „chemische Keule“ keinen Unterschied zwischen schädlichen und harmlosen Bakterien macht. Nach einer Spülung muss sich also die gesamte Speichelflora regenerieren, wobei nicht gesagt ist, dass dabei nicht möglicherweise schädliche Keime im Vorteil sind.

Alles sauber? Färbetabletten liefern den Beweis

Wie gründlich die verschiedenen Zahnpflegemaßnahmen Plaque und Bakterien bekämpft haben, kann jeder mit einer Färbetablette aus der Apotheke selbst überprüfen. Nach dem Zerkauen der Tablette färben sich noch vorhandene Beläge dunkel an. Dann heißt es: Bürste oder Zahnseide müssen noch mal ran. Die Tablette ist vollkommen unschädlich und ein hervorragendes Instrument, um die Schwachstellen der täglichen Zahnpflege vorgeführt zu bekommen.

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